Microsoft beendet am 13. Oktober 2026 die offizielle Unterstützung für das beliebte Kaufpaket Office 2021. Da der Hersteller den Support-Zeitraum moderner Kaufversionen von ehemals rund zehn auf etwa fünf Jahre verkürzt hat, erhalten Anwender nach diesem Stichtag keine Sicherheitskorrekturen und Aktualisierungen mehr.
Das bedeutet das Support-Ende für Office 2021
Bereits am 14. Oktober 2025 lief die Unterstützung für Office 2016 und Office 2019 aus. Mit dem Aus für Office 2021 schließt Microsoft den Support für eine weitere Version ab, die noch auf Millionen Computern installiert sein dürfte. Konkret bedeutet das Ende der Produktpflege:
- Es gibt keine Fehlerbehebungen oder Sicherheitsupdates mehr gegen neu entdeckte Schwachstellen, Viren und Spyware.
- Der technische Kundendienst per Telefon oder Chat wird vollständig eingestellt.
- Online-Hilfeinhalte werden schrittweise abgeschaltet und nicht weiter aktualisiert.
Durch das Ausbleiben sicherheitsrelevanter Patches steigt nach dem Stichtag jedoch mit der Zeit das Risiko für Sicherheitslücken und Schadsoftware.
Umstieg auf Office 2024 oder Microsoft 365
Wer weiterhin bei den Büroanwendungen von Microsoft bleiben möchte, hat verschiedene Möglichkeiten. Zum einen bietet das Unternehmen das Abomodell Microsoft 365 an. Dieses verursacht laufende jährliche Kosten, stellt jedoch dauerhaft Zugriff auf die jeweils aktuelle Softwareversion sicher und beinhaltet unter anderem 1 TByte Cloud-Speicherplatz auf OneDrive. Verfügbar ist das Abonnement als Einzelplatzlizenz oder als Familienpaket für bis zu sechs Personen.
Für Anwender, die laufende Abogebühren vermeiden wollen, steht mit Microsoft Office 2024 (unter anderem als Editionen Home oder Home & Student) eine neuere Kaufversion bereit. Microsoft unterstützt Office 2024 gemäß dem Fünf-Jahres-Zyklus bis zum 9. Oktober 2029.
Kostenpflichtige Verlängerung und kostenlose Alternativen
Eine inoffizielle Möglichkeit zur Weiternutzung bietet der Dienst 0Patch. Das Unternehmen stellt sogenannte Mikropatches bereit – kleine Sicherheitskorrekturen, die direkt in laufende Prozesse eingespielt werden, ohne Binärdateien zu verändern oder Systemneustarts zu erfordern. Der Support für Office 2016, 2019 und 2021 lässt sich darüber um drei Jahre verlängern. Die Kosten liegen bei rund 30 Euro pro PC und Jahr für Privatnutzer sowie bei etwa 42 Euro für Unternehmen.
Für alltägliche Büroarbeiten im privaten Umfeld kommen zudem quelloffene Programme wie LibreOffice oder OpenOffice infrage. Daneben drängen weitere Lösungen auf den Markt: Mit Angeboten wie Euro-Office als Microsoft-365-Alternative entstehen zusätzliche Desktop-Optionen für Nutzer, die sich von den bestehenden Ökosystemen lösen wollen.
Quellen: Chip.de








