WhatsApp führt eine neue Sperre ein, die den Zugriff auf die Anwendung blockiert, sobald das zugrunde liegende Smartphone-Betriebssystem veraltet ist. Betroffene Personen auf Android und iOS können den Messenger erst wieder nutzen, nachdem sie ein fälliges System-Update auf ihrem Gerät installiert haben.
Sicherheitsrisiken vor der Verschlüsselung minimieren
Hintergrund der verschärften Maßnahme sind Sicherheitsrisiken auf älteren Plattformen. Auf nicht mehr aktuellen Betriebssystemen existieren dokumentierte Schwachstellen, über die Schadsoftware Daten direkt auf dem Endgerät abgreifen kann. In solchen Szenarien hilft auch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des Dienstes nicht, bei der Nachrichten eigentlich nur auf den beteiligten Geräten der Kommunikationspartner lesbar sind: Schadprogramme können Inhalte bereits abfangen, bevor der Schutzmechanismus greift.
Wie Chip.de berichtet, ist dieser Schritt Teil einer fortlaufenden Sicherheitsstrategie des Anbieters, um den Datenaustausch auf modernen Standards abzusichern.
Betroffene Versionen und Voraussetzungen
Die generelle Grundvoraussetzung für die Nutzung von WhatsApp auf Google-Geräten liegt derzeit bei mindestens Android 6. Auf Apple-Geräten zieht das Unternehmen die Grenzen ebenfalls regelmäßig nach; so zeigt sich etwa, dass die Mindestanforderung bei WhatsApp auf dem iPhone steigt, wenn ältere Systeme ausgemustert werden.
Berichten des Fachportals WABetaInfo zufolge liegen bisher jedoch keine offiziellen Angaben darüber vor, ab welchen konkreten Versionsnummern von Android und iOS die neu eingeführte Sperre greift. WhatsApp passt die Liste der unterstützten Systeme in regelmäßigen Abständen an und schließt ältere Softwaregenerationen sukzessive aus.
Was Nutzer jetzt tun sollten
Wer beim Öffnen der Anwendung mit einer entsprechenden Sperre konfrontiert wird, muss in den Einstellungen des Mobiltelefons nach ausstehenden Software-Aktualisierungen suchen. Lässt sich das Smartphone auf eine neuere Version aktualisieren, wird der Zugang nach dem Update wieder freigegeben. Sofern das Gerät vom jeweiligen Hersteller keine System-Updates mehr erhält und die Mindestvoraussetzungen unterschreitet, lässt sich die Anwendung auf diesem Endgerät künftig nicht mehr verwenden.
Quellen: Chip.de












