Meta arbeitet an einer umfassenden Umgestaltung der WhatsApp-Oberfläche für Android und iOS. Statusmeldungen sowie abonnierte Kanäle sollen künftig direkt in die Haupt-Chatliste wandern, womit der bisherige Reiter für Aktuelles beziehungsweise Updates vollständig entfallen könnte.
Drei Varianten für Kanäle in der Chat-Übersicht
Für die Zusammenführung von Kanälen und regulären Nachrichten prüft WhatsApp laut aktuellen Berichten drei unterschiedliche Modelle:
- Kanäle werden direkt zwischen den normalen Unterhaltungen aufgelistet.
- Abonnierte Inhalte lassen sich gezielt über einen separaten Filter einblenden.
- Kanäle werden in einem eigens dafür angelegten Ordner gebündelt.
Nutzer sollen die Kanäle weiterhin nach eigenem Bedarf abonnieren oder ins Archiv verschieben können. Hinweise auf die Option, Kanäle in den Chats-Bereich zu verlegen, tauchten unter anderem in der Android-Beta-Version 2.26.39.1 auf, waren dort für Beta-Tester jedoch noch nicht aktiv freigeschaltet. Erste Nutzer meldeten allerdings bereits Testläufe, bei denen Statusmeldungen direkt über der Chatliste platziert wurden.
Neuer Kontakte-Reiter mit Geburtstagserinnerungen
Sollte der bisherige Updates-Tab wegfallen, bleibt der Platz in der Navigationsleiste voraussichtlich nicht leer: Der Messenger testet stattdessen einen separaten Kontakte-Bereich. Dieser soll einen beschleunigten Zugriff auf das Adressbuch bieten und den Online-Status der Kontakte anzeigen.
Zudem entdeckten Tester in der iOS-Beta-Version 26.38.10.18 eine integrierte Geburtstagserinnerung. Dabei greift WhatsApp auf das Telefonbuch des Smartphones zu: Hat ein Kontakt am jeweiligen Tag Geburtstag, wird der Name mit einem Kuchen-Emoji und dem Hinweis „Birthday today“ markiert. Die Anzeige soll voraussichtlich den gesamten Tag über bestehen bleiben und könnte künftig auch in den Kontaktdetails hinterlegt sein.
Einordnung und Ausblick
Durch die Zusammenlegung rückt WhatsApp die Kanäle und Status-Updates noch stärker in das alltägliche Blickfeld. Bislang waren diese Funktionen im separaten Updates-Bereich isoliert, wo Meta bereits Werbeeinblendungen platziert. In den aktuellen Testversionen der neuen Leiste wurden bisher keine Anzeigen beobachtet. Neben den reinen Oberflächentests bietet das Unternehmen in ausgewählten Ländern wie der Schweiz bereits das kostenpflichtige Abonnement WhatsApp Plus für 2,50 Franken monatlich an.
Wer den Messenger am Computer nutzt – etwa über offizielle Wege oder unabhängige Programme wie den Desktop-Client ZapFast –, ist von diesen mobilen Experimenten vorerst nicht direkt betroffen.
Wann und in welchem Umfang das neue Design für alle regulären Nutzer freigegeben wird, hat Meta bislang nicht offiziell angekündigt. Da sich die Funktionen noch in geschlossenen Entwicklungs- und Betaphasen befinden, können sich Gestaltung und Funktionsumfang bis zu einer finalen Veröffentlichung noch verändern. Nutzer müssen derzeit keine Einstellungen anpassen.
Quellen: Borncity.com










