KBA-Rückruf bei Skoda: Rund 1,7 Millionen Fahrzeuge wegen Lenkungsproblemen betroffen

Der tschechische Automobilhersteller Skoda ruft weltweit rund 1,7 Millionen Fahrzeuge wegen möglicher Probleme an der Lenkung zurück. Wie aus Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorgeht, sind allein in Deutschland etwa 370.000 Autos potenziell von der Sicherheitsmaßnahme betroffen.

Gefahr von Lenkungsausfällen durch Schraubenabriss

Nach Angaben in der Rückrufdatenbank des KBA liegt die Ursache in einer fehlerhaften Verbindung: Ein Schraubenabriss könne demnach zu einem Ausfall der Lenkung führen. Um dieses Sicherheitsrisiko zu beseitigen, sieht die vorgesehene Gegenmaßnahme vor, die betreffende Lenkungsverschraubung in der Werkstatt durch eine korrosionsresistente Schraube auszutauschen.

Vom Rückruf erfasst werden bei der tschechischen Tochter des Volkswagen-Konzerns vier gängige Modellreihen:

  • Skoda Kodiaq
  • Skoda Karoq
  • Skoda Octavia
  • Skoda Superb

Eine offizielle Stellungnahme von Skoda lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Behördendaten zunächst nicht vor.

Konzernweites Problem bei mehreren Marken

Die Maßnahme bei Skoda folgt unmittelbar auf ähnliche Schritte innerhalb des Mutterkonzerns. Erst wenige Tage zuvor war bekanntgeworden, dass Volkswagen sowie die weiteren Konzerntöchter Audi und Seat weltweit mehrere Millionen Fahrzeuge in den Werkstätten überprüfen lassen müssen.

Laut der Beschreibung des KBA dürfte es sich bei Skoda um dasselbe technische Problem handeln wie bei den Schwestermarken. Ein VW-Sprecher hatte im Zusammenhang mit dem vorangegangenen Rückruf erklärt, dass bei internen Qualitätsüberprüfungen festgestellt worden sei, dass bei bestimmten Fahrzeugen verschiedener Baureihen ein Problem an der Lenkung auftreten könne.

Siehe auch  VW ID.3 GTI: Elektro-Kompakter setzt auf Tradition statt Leistungsplus

Was betroffene Fahrzeughalter jetzt wissen müssen

Bei sicherheitsrelevanten Mängeln, die in der Datenbank des KBA gelistet sind, erfolgt die Kontaktaufnahme zu den betroffenen Fahrzeughaltern in der Regel über die Behörde und den Hersteller. Halter eines Kodiaq, Karoq, Octavia oder Superb sollten entsprechende Benachrichtigungen aufmerksam prüfen.

Sobald die Benachrichtigung vorliegt, ist ein Termin bei einer Vertragswerkstatt erforderlich, um die korrosionsresistente Schraube montieren zu lassen und das Risiko eines plötzlichen Ausfalls der Lenkung abzuwenden.

Quellen: Finanzen.net

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mastodon
Nach oben scrollen