Google hat die Gesundheitsfunktion Health Guardian für Nutzer der Pixel Watch 3, 4 und 5 freigeschaltet. Das softwarebasierte System setzt auf künstliche Intelligenz, um Tendenzen einer Insulinresistenz sowie das individuelle Level an Stoffwechsel-Stress direkt über die Smartwatch abzuschätzen – ganz ohne invasive Blutentnahme.
Wie die Analyse ohne Nadelstich funktioniert
Statt auf klassische Bluttests setzt das System auf eine kontinuierliche Datenerfassung. Wie bereits bei der Ankündigung neuer Blutdruck- und Insulin-Trends für Pixel Watches angekündigt, verknüpft Google dafür persönliche Profildaten wie Körpergröße und Gewicht mit den Messwerten der Smartwatch-Sensoren über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Ein KI-Modell analysiert diese kombinierten Werte, um Rückschlüsse auf Stoffwechselbelastungen und mögliche Vorstufen von Stoffwechselstörungen zu ziehen.
Die Auswertung steht den Nutzern monatlich innerhalb der App Google Health zur Verfügung. Da es sich um Schätzwerte handelt, ersetzt die Software keine medizinische Labordiagnostik, soll aber frühzeitig Hinweise auf ungünstige Stoffwechselveränderungen liefern.
Voraussetzungen und Funktionsunterschiede je nach Modell
Damit die Algorithmen aussagekräftige Daten berechnen können, gelten bestimmte Tragebedingungen. Für die begleitende Ermittlung von Blutdruck-Trends setzt das System voraus, dass die Smartwatch an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen pro Woche am Handgelenk getragen wird. Unregelmäßiges Tragen führt dazu, dass Trends nicht verlässlich ermittelt werden können.
Zudem unterscheidet sich der Funktionsumfang zwischen den Gerätegenerationen. Während die Einschätzung zu Stoffwechsel-Stress und Insulinresistenz auf den Modellen Pixel Watch 3, 4 und 5 bereitsteht, bleibt ein weiteres Sicherheitsfeature den neueren Modellen vorbehalten: Eine Erkennung von Atemnotfällen ist ausschließlich auf der Pixel Watch 4 und Pixel Watch 5 integriert.
Was Nutzer jetzt beachten sollten
Besitzer der unterstützten Google-Smartwatches sollten prüfen, ob ihre Profildaten wie Größe und Gewicht in der Google-Health-Anwendung aktuell hinterlegt sind, da diese direkt in die Berechnung einfließen. Zudem empfiehlt sich ein regelmäßiges Tragen der Uhr im Alltag, um lückenlose Messreihen für die monatlichen Auswertungen zu gewährleisten. Die Bereitstellung erfolgt laut Borncity.com direkt über das Health-Guardian-System.
Quellen: Borncity.com




