VW ID.3 GTI: Elektro-Kompakter setzt auf Tradition statt Leistungsplus

VW ID.3 GTI: Elektro-Kompakter setzt auf Tradition statt Leistungsplus

Volkswagen erweitert seine elektrische Modellpalette und bringt das GTI-Label für den ID.3. Das Fahrzeug beerbt den bisherigen ID.3 GTX Performance, geht jedoch bei der Antriebsleistung keine neuen Schritte. Bestellungen sollen ab Anfang 2027 möglich sein.

Bekannte Antriebstechnik ohne Leistungszuwachs

Unter dem Blech arbeitet der bekannte Elektromotor mit der internen Bezeichnung APP550. Wie bereits das bisherige Spitzenmodell liefert auch der ID.3 GTI eine Maximalleistung von 240 kW. Zwar hebt sich das Fahrzeug damit spürbar von den regulären Modellvarianten mit maximal 170 kW ab, ein Leistungsplus gegenüber dem Vorgänger gibt es jedoch nicht. Aus dem Stand beschleunigt der Kompaktwagen laut Herstellerangaben in 5,6 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 200 km/h elektronisch abgeregelt, während Standardversionen bei 160 km/h begrenzt sind.

Mit Strom versorgt wird der Antrieb aus einer Batterie mit 79 kWh Kapazität. An entsprechenden Schnellladesäulen lässt sich der Akku mit bis zu 183 kW laden. Für den Bereich von 10 auf 80 Prozent Ladezustand gibt der Hersteller eine Dauer von 29 Minuten an, was einer durchschnittlichen Ladeleistung von etwa 114 kW entspricht. Der vorläufige Verbrauchswert nach WLTP liegt bei 14,5 kWh pro 100 Kilometer, woraus eine rechnerische Reichweite von bis zu 601 Kilometern resultiert. Finale Homologationswerte stehen noch aus.

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Differenzierung über Design und Klangkulisse

Da Elektroautos ihr volles Drehmoment ab der ersten Umdrehung bereitstellen, fällt eine fühlbare Differenzierung rein über zusätzliche Motorleistung schwerer als bei Verbrennungsmotoren. Volkswagen fokussiert sich beim ID.3 GTI daher auf optische Erkennungsmerkmale. Im Innenraum kommen Sportsitze mit dem typischen Karomuster zum Einsatz, ergänzt um spezifische Grafiken im digitalen Instrumentendisplay. Auf Wunsch lässt sich zudem ein künstliches Verbrennergeräusch aktivieren.

Außen zeichnet sich das Modell durch modifizierte Kunststoffelemente an Front und Heck, eine Tieferlegung des Fahrwerks sowie ein rotes Verbindungsband zwischen den serienmäßigen Matrix-Scheinwerfern aus. Die 20 Zoll großen Felgen tragen den Namen „Wörthersee“ – eine Reminiszenz an das frühere Fan-Treffen. Als Lackierungen stehen Grau, Silber, Weiß, Schwarz und ein Rotton zur Auswahl, der dem Tornadorot des Ur-GTI entsprechen soll.

Marktstart und preisliche Einschätzung

Preise für das Sportmodell hat Volkswagen bislang noch nicht genannt. Realistisch ist ein Einstiegspreis im Bereich von rund 50.000 Euro, der mit Sonderausstattungen wie Head-up-Display oder Panoramadach weiter ansteigen dürfte. Auch der genaue Termin für die ersten Auslieferungen nach dem Bestellstart Anfang 2027 ist derzeit noch offen. Interessenten müssen vorerst abwarten, bis die finalen Spezifikationen und die Preisliste vorliegen.

Quellen: Heise – News

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