Digitaler Euro: Neue Kontonummer DEAN ergänzt die klassische IBAN

Digitaler Euro: Neue Kontonummer DEAN ergänzt die klassische IBAN

Die europäischen Währungshüter bereiten die Einführung des digitalen Euro vor, der Mitte 2027 in einer Testphase an den Start gehen soll. Wer das digitale Zentralbankgeld künftig nutzen möchte, erhält dafür neben der bekannten IBAN eine zusätzliche Kontonummer: die sogenannte DEAN (Digital Euro Account Number), wie Chip.de berichtet.

Aufbau und Vergabe der neuen Kontokennung

Während die IBAN das Girokonto bei der Bank identifiziert, dient die DEAN der fehlerfreien Abwicklung von Geldtransfers im System des digitalen Euro. Laut den Spezifikationen besteht die Kennung aus 18 alphanumerischen Zeichen und beginnt grundsätzlich mit der Buchstabenfolge „EU“. Im Gegensatz zur IBAN ist kein Ländercode enthalten. Stattdessen lässt sich an der DEAN direkt erkennen, ob es sich um ein privates oder ein geschäftliches Nutzerkonto handelt. Die übrigen Zeichen teilen sich in Prüfziffern und eine Seriennummer auf.

Privatpersonen dürfen laut den Vorgaben lediglich über eine einzige DEAN verfügen. Für Geschäftskunden ist hingegen die Nutzung mehrerer Nummern vorgesehen. Die Erstellung erfolgt zentral über die sogenannte Digital Euro Service Platform (DESP). Nach einem Identifizierungs- und Registrierungsprozess fordert der jeweilige Zahlungsdienstleister die Kennung bei der Plattform an und weist sie dem Kunden zu. Die Dienstleister sind verpflichtet, Nutzern ihre DEAN transparent mitzuteilen. Sollte für den digitalen Euro eine physische Bezahlkarte ausgegeben werden, muss die Nummer dort gut lesbar aufgedruckt sein.

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Nutzung im Alltag: Aliase statt Nummernkolonnen

Um das Bezahlen so unkompliziert wie mit Bargeld zu gestalten, müssen Verbraucher die 18-stellige Zeichenfolge bei Überweisungen nicht manuell eingeben. In der Praxis sollen sogenannte Aliase zum Einsatz kommen. So lässt sich das DEAN-Konto beispielsweise mit einer Handynummer verknüpfen, um Beträge direkt an Kontakte zu senden. Dieses Verfahren wird bereits in laufenden Pilotprojekten erprobt.

Auch beim Datenschutz sind spezifische Vorkehrungen vorgesehen: Auf zentraler Ebene arbeitet die Infrastruktur mit anonymisierten Identifikatoren (Unique Identifiers). Dadurch soll verhindert werden, dass die Europäische Zentralbank oder nationale Zentralbanken direkte Rückschlüsse auf die DEAN oder die Identität der Kontoinhaber ziehen können.

Was Nutzer jetzt tun sollten

Aktuell besteht für Verbraucher kein Handlungsbedarf. Die technischen Systeme werden derzeit vorbereitet, bevor der digitale Euro Mitte 2027 in einer Testphase an den Start gehen soll.

Quellen: Chip.de

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