unRaid: AdGuard Home DNS Blocker installieren

AdGuard Home auf unRaid zu installieren, ist der schnellste Weg, um Werbung, Tracker und Schadseiten für jedes Gerät in deinem Heimnetzwerk zu blockieren – ganz ohne App auf Smartphone, Tablet oder Fernseher. AdGuard Home läuft als schlanker Docker-Container direkt auf deinem unRaid-Server und arbeitet als zentraler DNS-Filter für das gesamte Netzwerk. In dieser Anleitung richtest du den DNS-Blocker Schritt für Schritt ein und stellst dein Netzwerk anschließend auf sauberes, werbefreies Surfen um.

Warum AdGuard Home auf unRaid installieren?

unRaid ist eine flexible Server-Plattform, auf der du Dienste bequem als Container oder virtuelle Maschine betreiben kannst. Genau das macht sie ideal für AdGuard Home: Ein einziger Container filtert den DNS-Verkehr für alle Geräte im Netzwerk – vom Laptop über das Smart-TV bis zur IoT-Steckdose. Du musst also keine Werbeblocker mehr einzeln pflegen.

  • Netzwerkweiter Schutz: Werbung und Tracker werden zentral geblockt, bevor sie überhaupt geladen werden.
  • Weniger Wartung: Eine Konfiguration gilt für alle Geräte – auch für solche ohne eigene Blocker-App.
  • Mehr Privatsphäre: Tracking-Domains und bekannte Schadseiten landen auf der Sperrliste.
  • Volle Kontrolle: Statistiken, Sperrlisten und Ausnahmen verwaltest du zentral im Dashboard.

Voraussetzungen für die Installation

Bevor du startest, solltest du diese Punkte erfüllen:

  • Laufender unRaid-Server: Dein Server ist eingerichtet und über die Weboberfläche erreichbar.
  • Docker aktiviert: AdGuard Home läuft als Container, daher muss Docker auf dem Server aktiv sein.
  • Community Applications: Für die einfache Installation brauchst du das Plugin „Community Applications“, das den Apps-Tab bereitstellt.
  • Feste IP-Adresse: Idealerweise vergibst du dem Container eine eigene, statische IP im Netzwerk.

AdGuard Home auf unRaid installieren – Schritt für Schritt

Schritt 1: unRaid-Server vorbereiten

Melde dich zuerst in der Weboberfläche deines unRaid-Servers an und stelle sicher, dass Docker läuft:

  1. Öffne die unRaid-Weboberfläche im Browser.
  2. Gehe zu Einstellungen → Docker.
  3. Prüfe, ob Docker aktiviert ist. Falls nicht, schalte den Dienst ein und starte ihn.

Schritt 2: AdGuard Home über Community Applications installieren

Am einfachsten installierst du AdGuard Home über den Apps-Store von unRaid:

  1. Wechsle in der Weboberfläche zum Tab Apps. Fehlt der Tab, installiere zuerst das Plugin Community Applications.
  2. Suche nach AdGuard Home.
  3. Klicke auf das passende Suchergebnis und anschließend auf Installieren.
AdGuard Home im unRaid Community Applications Store suchen und installieren

Schritt 3: Docker-Container konfigurieren

Bevor der Container startet, passt du die wichtigsten Parameter an:

  1. Containername: Vergib einen eindeutigen Namen, zum Beispiel „AdGuardHome“.
  2. Netzwerktyp: Wähle Bridge oder besser Custom, um dem Container über eine eigene IP-Adresse einen festen Platz im Netzwerk zu geben. Das verhindert Portkonflikte, besonders auf dem DNS-Port 53.
  3. Ports und Pfade: Behalte die vorgeschlagenen Ports bei (53 für DNS, 3000 für die Ersteinrichtung) und lege die Konfigurationsordner unter /mnt/user/appdata/adguardhome ab, damit Einstellungen Updates überleben.

Schritt 4: Container starten

Ist alles eingetragen, startest du AdGuard Home:

  1. Klicke auf Apply, um den Container anzulegen und zu starten.
  2. unRaid lädt jetzt das Image herunter und startet den Dienst. Das kann ein paar Minuten dauern.

Schritt 5: AdGuard Home über die Weboberfläche einrichten

Sobald der Container läuft, schließt du die Ersteinrichtung im Browser ab:

  1. Rufe die Adresse deines Servers samt Einrichtungs-Port auf, zum Beispiel http://[Deine-unRaid-IP]:3000.
  2. Lege einen Admin-Benutzernamen und ein sicheres Passwort fest und wähle die Netzwerk-Schnittstelle sowie die Ports für den DNS-Dienst.
  3. Nach Abschluss landest du im AdGuard-Home-Dashboard und kannst Sperrlisten, Statistiken und Upstream-Server verwalten.

Schritt 6: DNS im Netzwerk auf AdGuard Home umstellen

Damit der Filter greift, müssen deine Geräte AdGuard Home als DNS-Server nutzen:

  1. Im Router (empfohlen): Trage die IP-Adresse deines unRaid-Servers als DNS-Server ein. So profitiert automatisch jedes Gerät im Netzwerk.
  2. Pro Gerät: Alternativ setzt du AdGuard Home manuell als primären DNS-Server in den Netzwerkeinstellungen einzelner Geräte.

Tipp: Hinterlege im Router zusätzlich einen zweiten DNS-Server als Fallback. Fällt der unRaid-Server einmal aus, bleibt dein Internet trotzdem erreichbar.

AdGuard Home per Docker-Befehl installieren (Alternative)

Wer lieber über die Kommandozeile arbeitet oder das Setup automatisieren möchte, kann AdGuard Home auch als klassischen Docker-Container starten. Der folgende Befehl legt die typischen unRaid-Pfade unter /mnt/user/appdata an und veröffentlicht alle nötigen Ports:

docker run -d \
  --name adguardhome \
  --restart unless-stopped \
  -p 53:53/tcp -p 53:53/udp \
  -p 3000:3000/tcp \
  -p 80:80/tcp -p 443:443/tcp \
  -v /mnt/user/appdata/adguardhome/work:/opt/adguardhome/work \
  -v /mnt/user/appdata/adguardhome/conf:/opt/adguardhome/conf \
  adguard/adguardhome:latest

Nach dem Start erreichst du die Ersteinrichtung wie gewohnt über Port 3000. Danach schließt du die Konfiguration wieder bequem über das Dashboard ab.

AdGuard Home optimieren und Sperrlisten pflegen

Nach der Installation kannst du den Schutz weiter verfeinern:

  • Sperrlisten erweitern: Ergänze zusätzliche Blocklisten, um noch mehr Werbe- und Tracking-Domains zu erfassen. AdGuard Home bringt bereits kuratierte Standardlisten mit.
  • Ausnahmen definieren: Wird eine benötigte Seite versehentlich blockiert, nimmst du ihre Domain in die Zulassungsliste (Whitelist) auf.
  • Verschlüsselte Auflösung: Aktiviere DNS-over-HTTPS oder DNS-over-TLS für deine Upstream-Server, damit auch die Namensauflösung privat bleibt.
  • Statistiken nutzen: Im Dashboard siehst du in Echtzeit, welche Domains am häufigsten geblockt werden und welche Geräte die meisten Anfragen stellen.

Fazit

AdGuard Home auf unRaid zu installieren ist eine der wirkungsvollsten Maßnahmen, um dein Heimnetzwerk vor Werbung, Tracking und Schadseiten zu schützen. Dank Docker ist der DNS-Blocker in wenigen Minuten eingerichtet, und die Flexibilität von unRaid macht ihn zu einem stabilen, zentralen Dienst für alle deine Geräte. Stellst du anschließend den DNS im Router um und hinterlegst einen Fallback-Server, surfst du im gesamten Netzwerk spürbar sauberer, schneller und privater.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Läuft AdGuard Home stabil neben anderen Docker-Containern auf unRaid?

Ja, AdGuard Home lässt sich problemlos parallel zu anderen Containern betreiben. Wichtig ist nur, dass es keine Portkonflikte gibt – vor allem auf Port 53 (DNS), 80 und 3000. Weist du dem Container über den Netzwerkmodus „Custom“ eine eigene IP-Adresse zu, umgehst du diese Konflikte zuverlässig.

Wie aktualisiere ich AdGuard Home auf unRaid?

Updates spielst du direkt über den Docker-Tab der unRaid-Weboberfläche ein. Sobald für den AdGuard-Home-Container ein neues Image bereitsteht, erscheint der Hinweis „update ready“. Ein Klick auf „Apply Update“ lädt die aktuelle Version und startet den Container neu – deine Einstellungen bleiben dank der gemounteten Konfigurationsordner erhalten.

AdGuard Home oder Pi-hole – was passt besser zu unRaid?

Beide Werbeblocker filtern zuverlässig auf DNS-Ebene. AdGuard Home bietet eine modernere Oberfläche, integrierte Verschlüsselung (DoH/DoT) und Kindersicherung ohne Zusatzmodule. Pi-hole punktet mit einer riesigen Community und vielen Anleitungen. Für die meisten unRaid-Nutzer ist AdGuard Home die komfortablere Wahl.

Was passiert, wenn der unRaid-Server oder AdGuard Home ausfällt?

Da AdGuard Home als zentraler DNS-Server arbeitet, kann bei einem Ausfall im gesamten Netzwerk die Namensauflösung stoppen. Hinterlege deshalb im Router einen zweiten, unabhängigen DNS-Server (etwa 1.1.1.1) als Fallback, damit das Internet auch bei einem Neustart des Servers erreichbar bleibt.

Kann ich AdGuard Home mit Cloudflare oder Google DNS kombinieren?

Ja. In den DNS-Einstellungen von AdGuard Home trägst du externe Upstream-Server wie Cloudflare (1.1.1.1) oder Google DNS (8.8.8.8) ein – auf Wunsch verschlüsselt über DNS-over-HTTPS oder DNS-over-TLS. So kombinierst du lokales Blocking mit sicherer Auflösung im Internet.

Beeinträchtigt AdGuard Home die Internetgeschwindigkeit?

In der Praxis kaum. Weil Werbung und Tracker gar nicht erst geladen werden, öffnen viele Webseiten sogar schneller. Erst bei sehr großen Netzwerken mit vielen gleichzeitigen Anfragen spielt die Hardware deines unRaid-Servers eine Rolle.

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