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Pixel-Smartphones: Google schließt aktiv ausgenutzte Zero-Click-Lücke im Modem

Google hat eine gefährliche Schwachstelle in den Modems seiner Pixel-Smartphones geschlossen, die nach Herstellerangaben bereits vor der Veröffentlichung eines Patches in gezielten Angriffen aktiv ausgenutzt wurde. Die Sicherheitslücke mit der Kennung CVE-2026-58704 ermöglicht sogenannte Zero-Click-Angriffe, bei denen Betroffene weder eine Datei öffnen noch einen Link anklicken müssen, damit Schadcode auf das Gerät gelangt.

Ausbruch aus der Modem-Sandbox

Auslöser des Problems ist ein Logikfehler bei der Berechtigungsprüfung. Dadurch können Angreifer Sicherheitsmechanismen aushebeln und Rechte aus der Ferne erweitern. Wie Sicherheitsanalysen zeigen, gelingt über diesen Fehler ein Ausbruch aus der isolierten Modem-Sandbox (einer abgeschotteten Umgebung für Mobilfunkprozesse) auf das gesamte Android-System. Anschließend lassen sich sensible Gerätedaten abgreifen.

Die Schwere der Lücke wird von Sicherheitsexperten hoch eingestuft: Während Analysedienste den CVSS-Wert (ein Standard zur Bewertung des Schweregrads von Sicherheitslücken) mit 8,0 angeben, beziffert die US-Cybersicherheitsbehörde CISA ihn auf 8,8. Wer hinter den gezielten Angriffen steckt und wie viele Opfer es bislang gab, machte Google nicht öffentlich. Solche Zero-Click-Exploits werden in der Praxis häufig von kommerziellen Spyware-Herstellern entwickelt und eingesetzt. Nachdem Google vor aktiven Angriffen auf die Modem-Lücke in Pixel-Smartphones gewarnt hatte, nahm auch die CISA die Schwachstelle in ihren Katalog bekannter ausgenutzter Fehler auf. US-Bundesbehörden müssen den Patch binnen drei Tagen bis zum 19. September 2026 installieren.

Siehe auch  Google warnt vor aktiven Angriffen auf Modem-Lücke in Pixel-Smartphones

Umfangreiches September-Update stopft hunderte Fehler

Der notwendige Fix ist Bestandteil des aktuellen September-Sicherheitsupdates für Android. Nutzer von Pixel-Geräten sind ab dem Sicherheitspatch-Level 2026-09-05 geschützt. Die Aktualisierung wird zusammen mit dem Update auf Android 17 QPR1 und dem Build CP3A.260905.009 verteilt.

Das Update schließt neben der Modem-Lücke zahlreiche weitere Schwachstellen: Je nach Zählung und Komponentenkorrekturen umfasst das Bulletin über 100 bis mehr als 200 Fehlerbehebungen für Bereiche wie Kernel, GPU, Bluetooth, NFC und Bootloader, darunter auch mehrere kritische Lücken zur entfernten Codeausführung.

Betroffene Modelle und Handlungsempfehlungen

Das Update steht für die Pixel-Modellreihen ab dem Pixel 6 bereit. Für die Modelle Pixel 6 und Pixel 6 Pro ist dies das letzte geplante große Update vor dem Ende des regulären Supportzeitraums. Hinsichtlich der Geräteabdeckung gibt es in den Berichten kleinere Abweichungen: Während einige Berichte auch das Pixel Fold und Pixel Tablet als Empfänger des Builds listen, schließen andere Quellen das Tablet oder die neuere Pixel-11-Reihe von diesem spezifischen QPR1-Ausrollungspfad zunächst aus.

Aufgrund der aktiven Ausnutzung ohne erforderliche Nutzeraktion sollten Besitzer von Pixel-Smartphones die Systemaktualisierung unverzüglich anstoßen. Der Status lässt sich in den Android-Einstellungen unter System > Softwareupdate überprüfen und manuell herunterladen.

Quellen: Borncity.com

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