Google hat eine neue Version des Webbrowsers Chrome für Desktop-Betriebssysteme freigegeben. Die Aktualisierung schließt insgesamt 42 Sicherheitslücken unter Windows, macOS und Linux. Da mehrere der behobenen Fehler ein hohes Bedrohungspotenzial aufweisen, sollten Desktop-Nutzer das Update zeitnah einspielen.
Drei kritische Schwachstellen im Fokus
Mit der Veröffentlichung im stabilen Kanal (Stable Channel) hebt Google den Browser unter Windows und macOS auf die Versionsnummern 153.0.8010.47 beziehungsweise 153.0.8010.48. Für Linux steht die Version 153.0.8010.47 bereit.
Von den 42 behobenen Sicherheitslücken stuft der Hersteller drei als kritisch ein:
- CVE-2026-91726: Ein Speicherlesefehler außerhalb der vorgesehenen Grenzen (Out-of-bounds Read) in der Grafikschnittstelle WebGL. Ein solcher Fehler erlaubt es potenziell, sensible Daten aus dem Arbeitsspeicher unbefugt auszulesen.
- CVE-2026-91721: Eine sogenannte Use-after-free-Lücke im Bereich Internals. Dabei greift das Programm auf Speicherbereiche zu, die bereits freigegeben wurden, was Angreifer zum Einschleusen von Schadcode ausnutzen können.
- CVE-2026-91749: Eine weitere Use-after-free-Schwachstelle, die die Hintergrundprozesse (Workers) betrifft.
Zusätzlich wurden zahlreiche weitere Schwachstellen beseitigt, die Google mit dem zweithöchsten Schweregrad „High“ einstuft. Genaue technische Details zu den Angriffswegen hält das Unternehmen wie üblich zurück, bis ein Großteil der Nutzerschaft die korrigierte Browser-Version installiert hat. Dies verhindert, dass Cyberkriminelle die Fehler gezielt ausnutzen, bevor Schutzmaßnahmen greifen.
Regelmäßige Patches schützen vor Web-Bedrohungen
Webbrowser sind das zentrale Einfallstor für Bedrohungen aus dem Internet, da sie laufend fremden Code von besuchten Webseiten verarbeiten. Schnelle Reaktionen auf Sicherheitslücken und eine konsequente browserseitige Absicherung sind daher essenziell.
So führen Nutzer das Update durch
Google verteilt Desktop-Aktualisierungen schrittweise in Wellen über mehrere Tage und Wochen. Wer nicht auf die automatische Verteilung im Hintergrund warten möchte, stößt den Installationsvorgang manuell an:
- Klicken Sie oben rechts im Browser-Fenster auf das Dreipunkt-Menü.
- Wählen Sie den Menüpunkt Hilfe aus.
- Klicken Sie auf Über Google Chrome.
Chrome prüft daraufhin sofort auf verfügbare Versionen und lädt das Update herunter. Um den Vorgang abzuschließen, ist ein Neustart des Browsers über die angezeigte Schaltfläche erforderlich.
Quellen: Stadt-Bremerhaven

















