Telekom und Cloudflare einigen sich auf direkte Netzverbindung

Telekom und Cloudflare einigen sich auf direkte Netzverbindung

Die Deutsche Telekom und das US-Unternehmen Cloudflare haben eine enge Zusammenarbeit und die direkte Zusammenschaltung ihrer Netze bekannt gegeben. Für Internetnutzer in Deutschland zielt diese Vereinbarung darauf ab, bisherige Engpässe und Engstellen beim Aufruf von Webseiten zu beheben, die auf die Infrastruktur von Cloudflare setzen.

Hintergrund zum Peering-Konflikt

Beim Peering handelt es sich um den direkten Austausch von Datenverkehr zwischen zwei eigenständigen Netzwerken im Internet. Wenn keine direkte Verbindung besteht, werden Datenströme häufig über alternative Zwischenstationen oder Drittanbieter-Netze (Transit) umgeleitet. Bislang lief der Datenverkehr zwischen Cloudflare und der Telekom meist über externe Carrier, deren Netze dem Datenansturm mitunter nicht gewachsen waren, was Vorwürfe künstlicher Netzbremsen nach sich zog.

Ob Cloudflare für die direkte Zusammenschaltung Entgelte an die Telekom entrichtet, ließen die Unternehmen in ihrer gemeinsamen Erklärung offen. Die direkte Verbindung soll jedoch kürzere Routingwege ermöglichen und die Ausfallsicherheit beider Netzwerke erhöhen.

Auswirkungen auf Ladezeiten im Internet

Cloudflare betreibt das weltgrößte Content Delivery Network (CDN) und liefert Inhalte für mehr als ein Viertel aller Webseiten weltweit aus. Durch den direkten Weg zwischen den Netzen der Deutschen Telekom und Cloudflare könnten bisherige Geschwindigkeitsprobleme beim Abruf dieser Angebote der Vergangenheit angehören.

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Auswirkungen für Endkunden

Die Umstellung erfolgt auf Infrastrukturebene im Routing des Datenverkehrs. Nach Angaben eines Telekom-Sprechers werden die meisten Kunden von der Umstellung kaum etwas mitbekommen, da zuvor lediglich ein geringer Prozentsatz von Leistungseinbußen betroffen gewesen sei. Ob sich im Alltag spürbare Verbesserungen bei den Ladezeiten zeigen, bleibt abzuwarten.

Quellen: Golem – News

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