Einsteigerdrohne: was zum Anfangen wirklich reicht

„Einsteigerdrohne" bedeutet drei völlig verschiedene Dinge, je nachdem, was Du vorhast: fliegen lernen, Urlaubsvideos machen oder einem Kind eine Freude bereiten. Wer das durcheinanderbringt, kauft am Bedarf vorbei – meist zu billig.

Inhaltsverzeichnis

Drei Vorhaben, drei Empfehlungen

VorhabenWas passtPreisrahmen
Fliegen lernen, ohne viel Geld zu riskiereneinfaches Modell mit GPSetwa 60 bis 130 Euro
Urlaubs- und LandschaftsvideosKameradrohne mit mechanischem Gimbaletwa 180 bis 400 Euro
Kind oder Jugendlicherrobustes Modell mit Propellerschutzetwa 50 bis 100 Euro

Die zweite Zeile ist die, in der die meisten landen sollten – und die, in der am häufigsten zu wenig ausgegeben wird. Wer Videos will und 90 Euro ausgibt, kauft ein Fluggerät ohne brauchbare Kamera.

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Warum GPS auch beim Einsteiger dazugehört

Es gibt Drohnen ohne Satellitennavigation, und sie sind günstiger. Für Anfänger sind sie die schlechtere Wahl – aus einem einfachen Grund:

  • Mit GPS bleibt die Drohne stehen, wenn Du die Sticks loslässt. Ohne driftet sie mit dem Wind davon.
  • Die Rückkehrautomatik braucht GPS. Ohne sie ist eine verlorene Verbindung ein verlorenes Gerät.
  • Positionshaltung nimmt Stress, gerade in den ersten Stunden.
  • Ohne GPS lernt man zwar mehr – aber meist auf Kosten der Drohne.

Der zweite Punkt ist der wirtschaftliche. Eine Drohne ohne Rückkehrfunktion, die aus der Sichtweite gerät, ist weg. Details unter GPS und Sensorik.

Was bei den günstigen Modellen fehlt

MerkmalUnter 100 EuroAb etwa 180 Euro
Mechanischer Gimbalpraktisch nieüblich
Bildqualität bei Windunbrauchbargut
GPSmanchmalimmer
Hinderniserkennungneinteilweise
Verarbeitungeinfachsolide

Das heißt nicht, dass günstige Drohnen schlecht sind – sie sind für etwas anderes gebaut. Zum Fliegenlernen, zum Herumprobieren, für den ersten Kontakt sind sie genau richtig. Nur die Videos werden nichts.

Für Kinder und Jugendliche

  1. Propellerschutz ist Pflicht – für die Finger und für die Möbel.
  2. Klein und leicht, damit ein Zusammenstoß folgenlos bleibt.
  3. Ohne Kamera vermeidet die Registrierungspflicht – siehe Drohne registrieren.
  4. Das Mindestalter beachten: Für die meisten Fälle gilt 16 Jahre, außer bei Spielzeug im rechtlichen Sinn.
  5. Die Versicherungsfrage klären. Sie gilt auch hier.

Punkt 3 ist der praktische Ausweg für den Kinderzimmerbereich: Eine kleine Drohne ohne Kamera fällt nicht unter die Registrierungspflicht – mit Kamera schon, und dann ist der Erwachsene der Betreiber.

Was Du zusätzlich einplanen solltest

  • Ein zweiter Akku – der Engpass ist die Flugzeit, nicht die Kamera.
  • Eine Tasche, sonst wandert die Drohne lose durch den Rucksack.
  • Propeller als Ersatz. Sie sind das erste, was bricht.
  • Registrierung und Versicherung, beide unabhängig vom Gerätepreis.

Der letzte Punkt gehört in jede Preisrechnung. Eine Drohne für 130 Euro kostet mit Versicherung im Jahr mehr – das ist kein Argument dagegen, aber es gehört bedacht. Mehr unter Zubehör.

Fazit

Zum Lernen reicht ein einfaches Modell mit GPS. Für Videos brauchst Du einen mechanischen Gimbal – und der beginnt bei etwa 180 Euro.

GPS gehört auch beim Einsteiger dazu. Ohne Rückkehrfunktion ist eine verlorene Verbindung ein verlorenes Gerät.

Und plane den zweiten Akku gleich mit ein. 20 Minuten sind schneller vorbei, als Du denkst.

Häufige Fragen

Was kostet eine gute Einsteigerdrohne?

Zum Fliegenlernen 60 bis 130 Euro, für brauchbare Videos 180 bis 400 Euro. Der Unterschied liegt vor allem am mechanischen Gimbal.

Brauche ich als Anfänger GPS?

Ja. Mit GPS bleibt die Drohne stehen, wenn Du losläßt, und die Rückkehrautomatik funktioniert. Ohne beides steigt das Verlustrisiko deutlich.

Taugen Drohnen unter 100 Euro?

Zum Üben und Ausprobieren ja. Für Videos nicht – in dieser Klasse fehlt die mechanische Kameraaufhängung.

Welche Drohne für ein Kind?

Klein, leicht, mit Propellerschutz und möglichst ohne Kamera – das erspart die Registrierungspflicht. Das Mindestalter von in der Regel 16 Jahren gilt trotzdem.

Was brauche ich außer der Drohne?

Einen zweiten Akku, eine Tasche, Ersatzpropeller – und Registrierung sowie Versicherung, unabhängig vom Kaufpreis.

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