unRaid-Server nur mit ZFS betreiben

Einen unRaid-Server nur mit ZFS zu betreiben, ist der Wunsch vieler Nutzer, die auf maximale Datensicherheit setzen. ZFS ist ein von Sun Microsystems entwickeltes transaktionales Dateisystem mit zahlreichen Erweiterungen für den Server- und Rechenzentrumsbereich. In diesem Beitrag erfährst du, warum sich unRaid nicht ohne Weiteres ausschließlich mit ZFS-Pools betreiben lässt und mit welchem einfachen Workaround es trotzdem klappt.

Was macht ZFS so beliebt?

ZFS ist vor allem wegen seiner Funktionen rund um die Ausfallsicherheit beliebt. Es vereint klassischen RAID-Betrieb mit einer automatischen Datenfehlerkorrektur. Jeder einzelne Block im Dateisystem wird mit einer Prüfsumme versehen. Dadurch lassen sich Datenfehler (z. B. verursacht durch Datenübertragungsfehler) automatisch erkennen und häufig ganz ohne manuellen Eingriff beheben. ZFS ist damit quasi eine eierlegende Wollmilchsau – ein Dateisystem, das man sich gerne als Standard auf dem eigenen unRaid-Server wünscht.

  • Transaktionales Dateisystem mit Copy-on-Write
  • Prüfsummen auf Block-Ebene für jede gespeicherte Datei
  • Automatische Erkennung und Korrektur von Datenfehlern
  • Klassischer RAID-Betrieb integriert
  • Ursprünglich für den Server- und Rechenzentrumsbereich entwickelt

Wer sich generell mit der Wahl des passenden Dateisystems beschäftigt, findet in unserem Überblick Welches ist das beste Dateisystem für unRaid? eine gute Orientierung. Einen allgemeinen Einstieg bietet zudem der Artikel unRaid – Was ist das?

Kann man einen unRaid-Server ausschließlich mit ZFS betreiben?

Für ältere unRaid-Versionen gibt es bereits ein ZFS-Plugin, das sich über die Community Applications installieren lässt. Allerdings kann man damit nicht ausschließlich ZFS-Pools betreiben. Der Grund: unRaid speichert normalerweise einige Konfigurationsdaten auf dem Array ab – und das funktioniert ohne native ZFS-Integration nicht. Ein reines ZFS-Setup scheitert also am zwingend benötigten Standard-Array.

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Die Lösung: Normaler Pool per USB-Stick plus ZFS-Array

Es gibt einen einfachen Workaround, um unRaid praktisch komplett auf ZFS umzustellen: Man richtet einen „normalen“ Pool ein, der lediglich die Array-Anforderung von unRaid erfüllt. Dafür genügt ein USB-Stick oder eine USB-Festplatte. Der eigentliche Datenspeicher läuft anschließend als ZFS.

  1. Einen USB-Stick oder eine USB-Festplatte als ganz normales Array in unRaid einrichten. Zur passenden Kapazität hilft der Beitrag unRaid USB-Stick-Größe.
  2. Mit den restlichen Festplatten ein ZFS-Array erstellen.
  3. Alle Daten und Freigaben auf dem ZFS-Pool ablegen.

Ganz „clean“ ist diese Lösung nicht, da der USB-Pool nur als Platzhalter für das Standard-Array dient. Für den Alltag funktioniert der Ansatz aber zuverlässig.

KomponenteAufgabe
USB-Stick / USB-FestplatteErfüllt als „normaler“ Pool die Array-Pflicht von unRaid
Restliche FestplattenBilden das eigentliche ZFS-Array für alle Daten

Native ZFS-Unterstützung in unRaid

Lime Technology hatte bereits eine native Integration von ZFS angedeutet. Wer nicht dringend auf ein reines ZFS-Setup angewiesen ist, kann daher auch schlicht auf eine native Unterstützung setzen und den USB-Workaround umgehen. Prüfe dazu am besten, welche ZFS-Funktionen deine installierte unRaid-Version bereits von Haus aus mitbringt.

Fazit

Einen unRaid-Server nur mit ZFS zu betreiben, ist mit einem kleinen Workaround möglich: Ein USB-Stick als „normaler“ Pool erfüllt die Array-Pflicht, während die restlichen Platten als ZFS-Array laufen. So profitierst du von Prüfsummen und automatischer Datenfehlerkorrektur, ohne auf unRaid verzichten zu müssen. Wer flexibel ist, wartet auf bzw. nutzt die native ZFS-Unterstützung.

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