Balkonkraftwerk in der Praxis: Ertrag, Ausrichtung, Auswertung
Nach der Montage kommen die Fragen, die vorher niemand stellt: Warum liefert die Anlage weniger als beworben, warum ist der Wechselrichter nicht im WLAN, und wo sehe ich eigentlich, was passiert? Dieser Bereich behandelt den Betrieb.
Die vier Themen
| Thema | Kernfrage |
|---|---|
| Ertrag realistisch | Was kommt tatsächlich heraus? |
| Ausrichtung und Neigung | Muss es unbedingt Süden sein? |
| Wechselrichter kein WLAN | Das häufigste Problem nach der Montage |
| Home Assistant einbinden | Wie kommen die Daten ins Smart Home? |
Die drei Zahlen, die zählen
| Größe | Typischer Wert | Bedeutung |
|---|---|---|
| Jahresertrag je kWp | etwa 800 bis 1.000 kWh in Deutschland | bei guter Ausrichtung |
| Senkrecht an der Brüstung | deutlicher Abschlag | Neigung wiegt schwerer als Himmelsrichtung |
| Eigenverbrauchsanteil | 30 bis 40 Prozent ohne Speicher | der eigentliche Hebel |
Die zweite Zeile erklärt die meisten Enttäuschungen. Ein senkrecht hängendes Modul bekommt im Sommer deutlich weniger Sonne ab als ein geneigtes, weil die Sonne dann hoch steht – Einzelheiten unter Ausrichtung und Neigung.
Wo die Daten herkommen
Jeder halbwegs aktuelle Mikrowechselrichter bringt WLAN mit und zeigt die Erzeugung in einer App. Für alles Weitere braucht es ein Energiemessgerät im Zählerschrank, denn der Wechselrichter weiß nicht, was im Haus verbraucht wird.
Erst die Kombination aus beidem beantwortet die interessante Frage: Wie viel des erzeugten Stroms nutze ich selbst? Der Weg in die Hausautomatisierung steht unter Home Assistant einbinden.
Das häufigste Problem
Der Wechselrichter findet das WLAN nicht. Das hat fast immer denselben Grund: Diese Geräte funken auf 2,4 GHz, und moderne Router führen beide Frequenzbänder unter einem Namen. Was hilft, steht unter Wechselrichter kein WLAN.
Wichtig zu wissen: Die Anlage erzeugt trotzdem Strom. Ohne WLAN fehlt nur die Anzeige, nicht die Funktion – das beruhigt viele, die kurz nach der Montage in Panik geraten.
