Der Medienserver-Entwickler Plex verschärft die Bedingungen für den Fernzugriff über externe Abspielprogramme. Wie Firecore, das Entwicklerteam hinter dem Mediaplayer Infuse, bekannt gab, setzt das Streaming von einem entfernten Plex-Server über Drittanbieter-Apps ab Ende dieser Woche zwingend eine kostenpflichtige Lizenz voraus.
Plex Pass oder Remote Watch Pass werden Pflicht
Bislang konnten Nutzer mit alternativen Abspielprogrammen wie Infuse auch ohne aktives Abonnement von unterwegs auf ihre heimische Mediathek zugreifen. Manche Drittanbieter-Clients umgingen dabei die Prüfung, die in den offiziellen Plex-Apps für den Fernzugriff verankert ist. Damit ist nun Schluss: Künftig verlangt Plex für diesen Anwendungsfall entweder einen regulären Plex Pass, eine Plex-Lifetime-Lizenz oder einen sogenannten „Remote Watch Pass“.
Anscheinend ändert Plex die Art und Weise der Überprüfung – denkbar ist, dass die Abfrage künftig genauer serverseitig abläuft.
Heimnetzwerk bleibt unberührt
Für die lokale Nutzung im eigenen Zuhause gibt es Entwarnung: Wer Infuse oder andere Drittanbieter-Programme ausschließlich im selben Heimnetzwerk wie den Medienserver betreibt, muss weder ein Abonnement abschließen noch Konfigurationsänderungen vornehmen. Die Wiedergabe im lokalen Netz bleibt weiterhin kostenfrei möglich.
Optionen für betroffene Anwender
Wer außerhalb der eigenen vier Wände ohne Plex-Lizenz auf seine Mediathek zugreifen möchte, steht vor verschiedenen Alternativen. Technisch lässt sich der Fernzugriff weiterhin über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) oder Tools wie Tailscale realisieren. Wird die Verbindung unterwegs so aufgebaut, dass der Datenverkehr wie im lokalen Netzwerk behandelt wird, greifen die Einschränkungen für das Remote-Streaming nicht.
Als Alternative bleibt zudem künftig der Wechsel auf eine andere Software wie etwa Jellyfin.
Quellen: Stadt-Bremerhaven




