Synology Active Backup for Business: Update unterstützt Linux Kernel 6.8

Synology Active Backup for Business unterstützt mit dem Update auf Version 2.7.0-23221 nun offiziell Linux Kernel 6.8 – eine Neuerung, auf die viele Administratoren von aktuellen Linux-Systemen lange gewartet haben. Wer moderne Distributionen wie Ubuntu 24.04, Fedora 40 oder Debian 12 zuverlässig sichern will, profitiert damit endlich wieder von einer kostenlosen, zentral verwalteten Backup-Lösung direkt vom NAS. In diesem Überblick fassen wir zusammen, was das Update konkret bringt, welche Systeme jetzt unterstützt werden und worauf du beim Einsatz achten solltest.

Warum der Linux-Kernel-Support so wichtig ist

In der Vergangenheit war die Sicherung von Linux-Systemen mit Active Backup for Business regelmäßig ein Problem: Sobald eine Distribution einen neueren Kernel mitbrachte, verweigerte der Linux-Agent häufig den Dienst oder ließ sich gar nicht erst installieren. Der Grund liegt in der Funktionsweise des Agents, der ein Kernel-Modul für konsistente Snapshots benötigt. Passt dieses Modul nicht zur Kernel-Version, schlägt die Sicherung fehl – und viele Nutzer mussten auf alternative Werkzeuge ausweichen.

Mit dem aktuellen Update hat Synology diese Einschränkung deutlich entschärft. Active Backup for Business unterstützt nun eine breitere Palette an Kernel-Versionen bis hinauf zu Linux Kernel 6.8, wie er in vielen frischen Distributionen zum Einsatz kommt. Damit lassen sich Linux-Server und -Desktops wieder direkt auf einem Synology-NAS sichern, ohne auf ältere Kernel zurückstufen zu müssen.

Diese Linux-Distributionen werden jetzt unterstützt

Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für Kernel-Versionen bis 6.8 sowie für die folgenden physischen Server-Distributionen. Vor der Installation lohnt sich immer ein Blick, ob deine konkrete Version aufgeführt ist:

  • RHEL: 8.7, 8.8, 8.9, 8.10, 9, 9.1, 9.2, 9.3, 9.4
  • Ubuntu: 24.04 LTS
  • Fedora: 38, 39, 40
  • Debian: 12
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Wichtig: Auch wenn deine Distribution nicht exakt in der Liste steht, kann eine Sicherung funktionieren, sofern der verwendete Kernel unter 6.8 liegt. Für den produktiven Einsatz solltest du dich jedoch an die offiziell getesteten Kombinationen halten, um spätere Wiederherstellungen nicht zu gefährden.

Weitere Neuerungen und Fehlerbehebungen im Update

Neben dem erweiterten Linux-Kernel-Support bringt Version 2.7.0-23221 eine Reihe weiterer Verbesserungen mit, die vor allem in gemischten Umgebungen relevant sind:

  • Hyper-V und VMware: Kompatibilität und Leistung bei der Sicherung virtueller Maschinen wurden optimiert.
  • Benutzeroberfläche: Die Verwaltung von Backups wurde übersichtlicher und effizienter gestaltet.
  • Speicherverwaltung: Die Bereinigung alter Backup-Versionen nutzt den vorhandenen Speicherplatz nun effizienter.
  • Sicherheit: Eine Cross-Site-Scripting-Schwachstelle (XSS) in Dateiserver-Backups wurde geschlossen.

Behoben wurden außerdem mehrere konkrete Fehler: Sicherungsversionen konnten durch Stromausfälle beschädigt werden, das Backup von Linux-Geräten mit RAID-Volumes schlug gelegentlich fehl, und bei XFS-Dateisystemen kam es zu unerwartet angehaltenen Diensten oder fehlerhaften Sicherungsdaten. Auch ein Berechtigungsfehler, der die Installation des Agents verhinderte, gehört nun der Vergangenheit an. Für Windows-Systeme wurden Bare-Metal- und Sofortwiederherstellungen auf Geräten mit mehreren GPT-Festplatten korrigiert.

Update einspielen: So gehst du vor

Die Aktualisierung erfolgt in zwei Schritten – auf dem NAS und auf den gesicherten Linux-Clients:

  1. Öffne im DSM das Paket-Zentrum und aktualisiere Active Backup for Business auf Version 2.7.0-23221 oder neuer.
  2. Lade anschließend den passenden Linux-Agent aus der Anwendung herunter und installiere ihn auf dem zu sichernden System neu, damit das aktualisierte Kernel-Modul greift.
  3. Prüfe nach der Installation den Verbindungsstatus und starte testweise eine Sicherung, bevor du dich auf den Zeitplan verlässt.

Sollte der Agent nach dem Update nicht sauber verbinden oder hast du die Server-IP geändert, hilft ein sauberer Reset des Agents. Wie du den Linux-Agent zurücksetzt oder die IP änderst, zeigen wir dir Schritt für Schritt. Eine englischsprachige Variante der Anleitung findest du unter Force-Reset des Linux-Agents. Wer wiederkehrende Wartungsaufgaben automatisieren möchte, kann diese übrigens bequem in ein eigenes Bash-Skript auslagern.

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Bekannte Einschränkung

Eine Einschränkung solltest du kennen: Das Active Backup for Business Portal unterstützt aktuell nicht das Durchsuchen und Wiederherstellen einzelner Dateien von Fedora 40 mit XFS-Dateisystemen. Ganze Systeme lassen sich zwar sichern und wiederherstellen, ein granularer Datei-Restore ist bei dieser Kombination jedoch nicht möglich. Plane das in deinem Wiederherstellungskonzept mit ein.

Fazit

Mit dem Support für Linux Kernel 6.8 wird Synology Active Backup for Business für Linux-Umgebungen wieder deutlich attraktiver. Ubuntu 24.04, Fedora 40 und Debian 12 lassen sich nun ohne Kernel-Downgrade sichern, dazu kommen spürbare Verbesserungen bei virtuellen Maschinen, Speicherverwaltung und Sicherheit. Wer das NAS ohnehin im Einsatz hat, erhält damit eine kostenlose und zentral verwaltete Backup-Lösung, die endlich wieder mit dem Tempo aktueller Linux-Distributionen mithält. Ein zeitnahes Update auf Version 2.7.0-23221 lohnt sich in fast jedem Fall.

Häufige Fragen (FAQ)

Unterstützt Synology Active Backup for Business jetzt Linux Kernel 6.8?

Ja. Ab Version 2.7.0-23221 unterstützt Active Backup for Business Linux-Kernel-Versionen bis einschließlich 6.8. Damit lassen sich auch aktuelle Distributionen wieder direkt auf einem Synology-NAS sichern.

Welche Linux-Distributionen werden konkret unterstützt?

Offiziell getestet sind RHEL 8.7 bis 9.4, Ubuntu 24.04, Fedora 38 bis 40 sowie Debian 12. Andere Distributionen können funktionieren, sofern ihr Kernel unter 6.8 liegt.

Muss ich den Linux-Agent nach dem Update neu installieren?

Es wird empfohlen, den Agent nach dem Paket-Update neu herunterzuladen und zu installieren. So stellst du sicher, dass das aktualisierte Kernel-Modul zur laufenden Kernel-Version passt und die Sicherung stabil läuft.

Was tun, wenn der Agent nach dem Update nicht mehr verbindet?

In diesem Fall hilft meist ein vollständiger Reset des Agents, etwa nach einem Wechsel der Server-IP. Eine ausführliche Anleitung zum Zurücksetzen des Linux-Agents findest du in unseren verlinkten Ratgebern.

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Gibt es bekannte Einschränkungen bei der Wiederherstellung?

Ja. Das Active Backup for Business Portal unterstützt derzeit kein Durchsuchen und keine Datei-Wiederherstellung von Fedora 40 mit XFS-Dateisystem. Ganze Systeme lassen sich jedoch weiterhin sichern und wiederherstellen.

Ist das Update kostenlos?

Ja. Active Backup for Business ist für Besitzer eines kompatiblen Synology-NAS kostenlos und lässt sich bequem über das Paket-Zentrum im DSM aktualisieren.

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