Node.js unter Ubuntu installieren lässt sich auf drei bewährten Wegen erledigen – je nachdem, ob du es einfach und stabil, mit einer bestimmten Version oder besonders flexibel haben möchtest. Node.js ist eine plattformübergreifende, quelloffene JavaScript-Laufzeitumgebung, die JavaScript-Code außerhalb des Browsers ausführt. Sie eignet sich hervorragend für REST-APIs, Microservices und komplette Web-Apps. In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du Node.js auf Ubuntu Server oder Ubuntu Desktop einrichtest.
Drei Wege, Node.js unter Ubuntu zu installieren
Bevor du loslegst, solltest du wissen, welche Methode zu deinem Vorhaben passt. Es gibt drei gängige Varianten:
- apt aus den Standard-Repositorys: Der schnellste Weg – du installierst die von Ubuntu paketierte Node.js-Version direkt aus den offiziellen Paketquellen.
- apt mit dem NodeSource-PPA: Über ein zusätzliches Paketarchiv installierst du gezielt eine bestimmte, ältere oder brandaktuelle Hauptversion des
nodejs-Pakets. - nvm (Node Version Manager): Damit installierst und verwaltest du beliebig viele Node.js-Versionen parallel und wechselst jederzeit zwischen ihnen.
Für die meisten Nutzer reicht die normale apt-Installation völlig aus. Wenn du eine bestimmte ältere oder neuere Node.js-Version brauchst, führt der Weg über das NodeSource-PPA. Und wer häufig zwischen verschiedenen Node.js-Versionen wechselt – etwa als Entwickler mit mehreren Projekten –, sollte zur nvm-Methode greifen.
Option 1: Node.js unter Ubuntu mit apt installieren
Die einfachste Methode nutzt den Paketmanager apt und die offiziellen Ubuntu-Paketquellen. Aktualisiere zunächst den lokalen Paketindex, damit apt die neuesten Paketinformationen kennt:
sudo apt updateAnschließend installierst du Node.js mit einem einzigen Befehl:
sudo apt install nodejsÜberprüfe danach, ob die Installation erfolgreich war, indem du node nach der Versionsnummer fragst:
node -vAls Ausgabe erscheint die installierte Version, zum Beispiel:
v18.19.1Wenn du mit Node.js arbeitest, verwendest du in der Regel zusätzliche Pakete – etwa das populäre Framework Express, mit dem sich im Handumdrehen ein Webserver starten lässt. Dafür brauchst du den Node.js-Paketmanager npm. Aus den Standard-Repositorys installierst du ihn separat:
sudo apt install npmDamit kannst du Module und Pakete zur Verwendung mit Node.js installieren. Ein guter nächster Schritt ist, deine Anwendung später in Containern zu betreiben – wie das geht, zeigt unsere Anleitung zu Docker Compose unter Ubuntu und Debian.
Option 2: Aktuelle Node.js-Version über das NodeSource-PPA
Willst du eine andere Version als die in den Ubuntu-Standardquellen – älter oder brandaktuell –, verwendest du ein PPA (persönliches Paketarchiv), das von NodeSource gepflegt wird. Diese PPAs bieten deutlich mehr Node.js-Versionen als die offiziellen Ubuntu-Repositorys.
Wechsle zunächst in dein Home-Verzeichnis und lade das Einrichtungsskript mit curl herunter. Passe dabei die Versionsnummer (hier setup_22.x) an die gewünschte Node.js-Hauptversion an:
cd ~
curl -fsSL https://deb.nodesource.com/setup_22.x -o nodesource_setup.shIn der offiziellen NodeSource-Dokumentation kannst du dir die aktuell verfügbaren Versionen ansehen. Prüfe anschließend den Inhalt des heruntergeladenen Skripts – zum Beispiel mit dem Editor nano –, bevor du es ausführst:
nano nodesource_setup.shWenn du sicher bist, dass das Skript unbedenklich ist, führst du es mit Root-Rechten aus:
sudo bash nodesource_setup.shDas PPA wird deiner Konfiguration hinzugefügt und der lokale Paket-Cache automatisch aktualisiert. Jetzt installierst du Node.js auf die gleiche Weise wie in Option 1:
sudo apt install nodejsKontrolliere zum Schluss wieder die Versionsnummer:
node -vDas nodejs-Paket von NodeSource enthält sowohl die node-Binary als auch npm. Du musst npm hier also nicht getrennt installieren.
Option 3: Node.js unter Ubuntu mit nvm verwalten
Die flexibelste Möglichkeit ist nvm, der Node Version Manager. Mit nvm installierst und verwaltest du mehrere unabhängige Node.js-Versionen und wechselst nach Belieben zwischen ihnen – ideal, wenn verschiedene Projekte unterschiedliche Versionen erwarten.
Um nvm auf Ubuntu zu installieren, kopierst du den Installationsbefehl von der GitHub-Seite des Projekts und führst ihn aus. Prüfe dort die jeweils aktuelle Versionsnummer des Skripts:
curl -o- https://raw.githubusercontent.com/nvm-sh/nvm/v0.40.1/install.sh | bashÖffne nach der Installation ein neues Terminal oder lade dein Shell-Profil neu, damit der Befehl nvm verfügbar ist. Anschließend kannst du dir alle verfügbaren Node.js-Versionen anzeigen lassen:
nvm list-remoteEine der aufgelisteten Versionen installierst du mit folgendem Befehl – hier beispielhaft Version 22:
nvm install 22Danach kannst du überprüfen, welche Node.js-Versionen tatsächlich installiert sind:
nvm listBesonders praktisch: nvm kennt Aliasse für die verschiedenen Langzeitsupport-Versionen (LTS). Um direkt die neueste LTS-Version zu installieren, genügt:
nvm install --ltsMit nvm use wechselst du jederzeit zwischen den installierten Versionen – zum Beispiel zurück zu Version 22:
nvm use 22Jetzt ist Node.js auf deinem Ubuntu Server oder Ubuntu Desktop einsatzbereit, und du kannst pro Projekt die passende Version aktivieren.
Fazit
Node.js unter Ubuntu zu installieren ist unkompliziert – entscheidend ist nur, dass du die richtige Methode wählst. Für den schnellen Einstieg reicht die apt-Installation aus den Standard-Repositorys. Brauchst du eine ganz bestimmte oder besonders aktuelle Version, ist das NodeSource-PPA die richtige Wahl. Und wer regelmäßig zwischen mehreren Node.js-Versionen wechselt, fährt mit nvm am flexibelsten. Danach steht deinem ersten Projekt – ob API, Web-App oder ein Dienst auf deinem Ubuntu-Server – nichts mehr im Weg. Wenn du deine Umgebung darüber hinaus zu einem kleinen Cluster ausbauen willst, hilft dir unsere Übersicht zu Proxmox-Cluster-Fehlern beim Troubleshooting weiter.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Node.js-Version sollte ich unter Ubuntu installieren?
Was ist der Unterschied zwischen apt, NodeSource-PPA und nvm?
apt installierst du die von Ubuntu paketierte Version – am einfachsten, aber nicht immer aktuell. Das NodeSource-PPA liefert gezielt eine gewünschte Hauptversion. Mit nvm (Node Version Manager) installierst du mehrere Versionen parallel und wechselst jederzeit zwischen ihnen – ideal für Entwickler.Wie prüfe ich, ob Node.js korrekt installiert ist?
node -v im Terminal ein. Erscheint eine Versionsnummer wie v22.11.0, ist Node.js einsatzbereit. Mit npm -v kontrollierst du zusätzlich, ob der Paketmanager npm vorhanden ist.Muss ich npm getrennt installieren?
sudo apt install npm separat. Das NodeSource-Paket und nvm bringen npm dagegen bereits mit, sodass keine zusätzliche Installation nötig ist.Wie deinstalliere ich Node.js wieder von Ubuntu?
sudo apt remove nodejs (und bei Bedarf sudo apt remove npm). Bei nvm genügt nvm uninstall <version> für einzelne Versionen; nvm selbst löschst du, indem du das Verzeichnis ~/.nvm entfernst.Kann ich mit nvm zwischen Node.js-Versionen wechseln?
nvm install <version> installierst du weitere Versionen und mit nvm use <version> aktivierst du sie in der aktuellen Shell. So testest du dein Projekt bequem unter verschiedenen Node.js-Versionen.