Die besten Saugroboter für Home Assistant (2026): Vergleich & Integration

Ein Saugroboter für Home Assistant macht aus einem simplen Reinigungsgerät einen vollwertigen Akteur in deinem Smart Home: Statt starrer Timer in einer Hersteller-App steuerst du den Roboter kontextabhängig – er startet automatisch, sobald die Wohnung leer ist, saugt nur die Küche, wenn ein Bewegungsmelder dort viel Betrieb registriert hat, oder legt eine Pause ein, während du im Homeoffice telefonierst. Genau diese Verzahnung von Reinigung, Anwesenheit und Zeitplänen ist der Grund, warum immer mehr Nutzer einen Saugroboter direkt in Home Assistant einbinden.

In diesem Ratgeber zeigen wir, welche Saugroboter sich besonders gut mit Home Assistant kombinieren lassen, worauf du beim Kauf achten solltest und wie die Integration in der Praxis funktioniert. Der Fokus liegt bewusst auf roborock, weil diese Marke die mit Abstand ausgereifteste Home-Assistant-Anbindung bietet.

Warum Saugroboter mit Home Assistant?

Der große Vorteil von Home Assistant ist die herstellerübergreifende Automatisierung. Ein Saugroboter, der als Entität in Home Assistant verfügbar ist, lässt sich mit allen anderen Geräten verknüpfen – Türsensoren, Präsenzmeldern, deinem Kalender oder einfach der An-/Abwesenheit deines Smartphones. Sinnvolle Beispiele:

  • Bei Verlassen der Wohnung saugen: Sobald das letzte Handy das WLAN verlässt, startet der Roboter – du kommst in eine frisch gereinigte Wohnung zurück.
  • Nach Bewegungsmelder: Registriert ein Sensor im Flur besonders viel Betrieb, wird abends gezielt dort gesaugt. Passende Modelle findest du in unserer Übersicht der besten Bewegungsmelder für Home Assistant.
  • Zeitpläne mit Kontext: Reinigung nur werktags, nur wenn niemand zu Hause ist und nicht an Feiertagen.
  • Raumspezifisch: „Sauge die Küche“ per Sprachbefehl oder als Teil einer Koch-Routine.

roborock bietet eine offizielle Home-Assistant-Integration. Sie wird bequem über HACS (Home Assistant Community Store) installiert, arbeitet cloud-basiert über dein Roborock-Konto und liefert erstaunlich viel: eine interaktive Kartenanzeige der Wohnung, raumbezogene Reinigung (einzelne Zonen und Räume gezielt ansteuern), zahlreiche Statussensoren (Akkustand, Reinigungsdauer, Verschleiß von Bürste und Filter, Fehlermeldungen) sowie Dienste, mit denen sich alles in Automationen einbauen lässt. Wie du HACS einrichtest, erklärt unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zur HACS-Installation.

Auch Dreame-Saugroboter lassen sich gut in Home Assistant einbinden – allerdings über einen anderen Weg: Statt einer offiziellen Integration nutzt du die aktiv gepflegte Community-Integration dreame-vacuum, die du über HACS installierst. Sie arbeitet lokal und ersetzt die Mi-Home-Anbindung, sodass du Karten, Räume und Sensoren auch ohne dauerhafte Cloud-Verbindung nutzen kannst. Für Dreame-Modelle ist das die empfohlene Anbindung; roborock bleibt dank der offiziellen Integration aber der unkomplizierteste Einstieg.

Kaufkriterien: Worauf du achten solltest

Nicht jeder Saugroboter passt zu jedem Haushalt. Diese Kriterien helfen bei der Auswahl:

  • Saugkraft (Pa): Angegeben in Pascal. Für Hartböden reichen rund 2.500–4.000 Pa, für Teppiche und Tierhaare sind 5.000 Pa und mehr empfehlenswert.
  • Wischfunktion: Von einfachem „nasse Wischtuch mitziehen“ bis zu rotierenden, andrückenden Mopps. Hochwertige Modelle heben den Mopp auf Teppichen automatisch an.
  • Absaug- bzw. Selbstreinigungsstation: Eine Station entleert den Staubbehälter automatisch (oft für Wochen) und wäscht bei Wisch-Modellen die Mopps aus und trocknet sie. Das reduziert den Wartungsaufwand erheblich.
  • LiDAR-Navigation & Raumkarten: Laser-Navigation ist präziser als reine Kamera- oder Zufallsnavigation und ist die Voraussetzung für saubere Karten und raumbezogene Reinigung – auch in Home Assistant.
  • App- und HA-Integration: Für dieses Vorhaben der wichtigste Punkt. roborock lässt sich offiziell einbinden, andere Marken oft nur eingeschränkt.
  • Lautstärke: Zwischen etwa 55 und 70 dB. Wer den Roboter tagsüber bei Abwesenheit laufen lässt, kann diesen Punkt entspannter sehen.
  • Preis: Von rund 200 € für solide Einsteiger bis über 1.000 € für All-in-One-Flaggschiffe. Entscheidend ist, welche Funktionen du wirklich nutzt.

Die besten Saugroboter für Home Assistant

Die folgenden Modelle decken jedes Budget ab, vom Premium-Flaggschiff bis zum Einsteiger. Die roborock-Modelle bindest du über die offizielle Home-Assistant-Integration ein, die Dreame-Modelle über die Community-Integration dreame-vacuum per HACS.

roborock Saros 10R – das Flaggschiff

Der Saros 10R ist roborocks aktuelles Topmodell und fährt technisch alles auf: eine ausfahrbare LiDAR-Navigation, die den Turm bei Bedarf absenkt und so auch unter niedrige Möbel kommt, dazu eine sehr zuverlässige Hindernisvermeidung. Die All-in-One-Station übernimmt Absaugen, Moppwäsche und Trocknung. Wer maximale Navigation und minimalen Wartungsaufwand möchte, ist hier richtig – und die offizielle Home-Assistant-Anbindung liefert Karte, Räume und Sensoren.

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roborock Qrevo Curv 2 Pro – der Premium-Allrounder

Der Qrevo Curv 2 Pro ist ein rundum stark ausgestatteter Allrounder mit überzeugender Saug- und Wischleistung. Das andrückende Wischsystem und die komfortable Selbstreinigungsstation machen ihn zur bequemen Premium-Wahl, wenn du auf den letzten Feinschliff des Flaggschiffs verzichten kannst. Über die offizielle roborock-Integration steht er in Home Assistant mit allen Funktionen bereit.

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roborock Qrevo S Pro – das Preis-Leistungs-Highlight

Der Qrevo S Pro ist für viele der Sweet Spot: solide Mittelklasse mit starker Reinigung, Wischfunktion und einer Station, die dir viel Handarbeit abnimmt – zu einem deutlich moderateren Preis als die Topmodelle. Für die meisten Haushalte mit Mischböden ist er die vernünftigste Wahl und funktioniert in Home Assistant genauso zuverlässig wie die teureren Geräte.

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roborock Q7 M5 – der Einsteiger

Der Q7 M5 ist der günstige Einstieg in die roborock-Welt: ordentliche Saugleistung, verlässliche Navigation mit Raumkarten und die vollständige Home-Assistant-Anbindung – ohne teure Extras. Ideal für kleinere Wohnungen oder alle, die die HA-Integration erst einmal ausprobieren möchten, ohne viel zu investieren.

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dreame X40 Ultra – die Premium-Alternative

Der X40 Ultra ist Dreames Premium-Flaggschiff und eine echte Alternative zu den roborock-Topmodellen: kräftige Reinigung, ausgefeiltes Wischsystem und eine umfangreiche All-in-One-Station. In Home Assistant bindest du ihn nicht über eine offizielle Integration ein, sondern über die Community-Integration dreame-vacuum per HACS – die dafür lokal arbeitet und die Mi-Home-Anbindung ersetzt.

dreame L50 Ultra – die Mittelklasse-Alternative

Der L50 Ultra ist die preisbewusstere Dreame-Option: solide Saug- und Wischleistung samt Station, ohne den vollen Aufpreis des X40 Ultra. Wie beim größeren Modell erfolgt die Einbindung in Home Assistant über die HACS-Integration dreame-vacuum, die lokal läuft – eine überzeugende Wahl für alle, die im Dreame-Ökosystem bleiben möchten.

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Saugroboter in Home Assistant einbinden (Kurzüberblick)

Die Einbindung eines roborock-Saugroboters ist mit HACS in wenigen Minuten erledigt. Voraussetzung ist eine laufende Home-Assistant-Installation – falls du noch am Anfang stehst, hilft unsere Anleitung Home Assistant auf dem Raspberry Pi installieren. So gehst du vor:

  1. HACS installieren: Richte den Home Assistant Community Store ein, sofern noch nicht geschehen (siehe verlinkte Anleitung oben).
  2. Roborock-Integration hinzufügen: Die offizielle Roborock-Integration ist inzwischen sogar Teil von Home Assistant. Füge sie unter Einstellungen → Geräte & Dienste → Integration hinzufügen über „Roborock“ hinzu.
  3. Cloud-Login: Melde dich mit den Zugangsdaten deines Roborock-Kontos an. Home Assistant erkennt anschließend automatisch die verknüpften Geräte.
  4. Entitäten & Karte prüfen: Nach dem Einrichten stehen Vacuum-Entität, Statussensoren und – je nach Modell – die Raumkarte bereit. Räume und Zonen kannst du gezielt ansteuern.
  5. Automation anlegen: Verknüpfe den Roboter mit Anwesenheit, Sensoren oder Zeitplänen. Ein einfaches Beispiel zeigt der folgende YAML-Ausschnitt.
automation:
  - alias: "Saugen beim Verlassen der Wohnung"
    trigger:
      - platform: state
        entity_id: group.bewohner
        to: "not_home"
        for:
          minutes: 5
    action:
      - service: vacuum.start
        target:
          entity_id: vacuum.roborock_saros_10r

Die Integration arbeitet cloud-basiert – ein vollständig lokaler Betrieb ist mit der offiziellen Anbindung nicht vorgesehen. Wer möglichst viele Geräte lokal steuern möchte, kann das übrige Smart Home dennoch konsequent lokal aufbauen, etwa mit Matter-Steckdosen für die Unterputz-Montage.

Fazit & Empfehlung

Wenn Home Assistant das Herz deines Smart Homes ist, bietet roborock mit seiner offiziellen Integration den unkompliziertesten Weg zu Karte, Raumsteuerung und Sensoren. Wer lieber lokal arbeitet, findet mit Dreame und der Community-Integration dreame-vacuum eine starke Alternative. Unsere Empfehlungen:

  • Premium: Der roborock Saros 10R ist das Flaggschiff für alle, die maximale Navigation, Hindernisvermeidung und eine All-in-One-Station wollen.
  • Preis-Leistung: Der roborock Qrevo S Pro bietet starke Reinigung samt Station zum vernünftigen Preis – die beste Wahl für die meisten Haushalte.
  • Budget: Der roborock Q7 M5 ist der günstige, solide Einstieg mit voller Home-Assistant-Integration.
  • Premium-Alternative: Der dreame X40 Ultra ist die Top-Empfehlung im Dreame-Lager – lokal eingebunden über dreame-vacuum.

Für eine etwas günstigere Dreame-Option ist der dreame L50 Ultra eine überzeugende Mittelklasse-Wahl – ebenfalls per HACS lokal in Home Assistant nutzbar.

Häufige Fragen (FAQ)

Funktioniert roborock in Home Assistant ohne Cloud, also rein lokal?

Die offizielle Roborock-Integration arbeitet cloud-basiert und benötigt ein Roborock-Konto. Ein vollständig lokaler Betrieb ist damit nicht vorgesehen. Für die meisten Nutzer ist die Cloud-Anbindung im Alltag aber stabil und komfortabel.

Brauche ich einen zusätzlichen Hub oder Gateway?

Nein. Die roborock-Saugroboter verbinden sich per WLAN mit deinem Netzwerk und der Roborock-Cloud. Ein separater Zigbee- oder sonstiger Hub ist für die Einbindung nicht nötig.

Welcher Saugroboter eignet sich am besten für Tierhaare?

Achte auf hohe Saugkraft (ab etwa 5.000 Pa) und ein Bürstensystem, das Haare nicht verheddert – roborocks DuoRoller-System​ (z. B. in der Qrevo-Serie) ist hier im Vorteil. Modelle mit Absaugstation reduzieren zudem den Kontakt mit dem Staub.

Ist die Wischfunktion wirklich sinnvoll?

Für Hartböden wie Fliesen, Vinyl oder Laminat ja – sie hält den Boden zwischen den großen Reinigungen frisch. Auf reinen Teppichböden bringt sie wenig; dann sind Modelle mit automatischer Mopp-Anhebung wichtig, damit der Teppich trocken bleibt.

Wie laut ist ein Saugroboter?

Je nach Modell und Saugstufe etwa 55 bis 70 dB. Viele Roboter bieten einen leisen Modus. Wer die Reinigung per Home-Assistant-Automation bei Abwesenheit startet, bekommt von der Lautstärke ohnehin nichts mit.

roborock oder Dreame – was passt besser zu Home Assistant?

Für einen möglichst einfachen Start ist roborock dank der offiziellen Integration ideal – sie liefert Karte, Räume und Sensoren nach kurzem Cloud-Login. Dreame setzt auf die Community-Integration dreame-vacuum, die du über HACS installierst; sie arbeitet lokal und ersetzt die Mi-Home-Anbindung. Wer Wert auf lokalen Betrieb legt, ist bei Dreame gut aufgehoben, während roborock den bequemsten Weg bietet.

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