Pinterest hat auf seiner jährlichen Veranstaltung „Pinterest Presents“ ein neues Werkzeug namens „Restyle“ angekündigt. Die Funktion nutzt generative künstliche Intelligenz, um hochgeladene Fotos der eigenen Wohnung virtuell umzugestalten. Nutzer können so Möbel, Wandfarben und Dekorationen vor dem Kauf digital im eigenen Wohnraum ausprobieren.
Möbel austauschen und Wandfarben anpassen
Die Bedienung von Restyle basiert auf eigenen Aufnahmen: Anwender fotografieren ein Zimmer und können das Bild anschließend per Texteingabe (Prompt) verändern. Das System ermöglicht es, gezielt neue Einrichtungsgegenstände wie Wandbilder, Möbel, Zimmerpflanzen oder Accessoires hinzuzufügen. Auch Lichtstimmungen und Wandfarben lassen sich anpassen. Zudem können Gegenstände aus Bildern übernommen werden, die zuvor auf Pinterest gespeichert wurden.
Neben der schrittweisen Umgestaltung einzelner Bereiche lassen sich vorhandene Objekte im Bild direkt markieren, um sie auszutauschen, zu entfernen oder weiter zu bearbeiten. Alternativ kann die KI das gesamte Zimmer auf Wunsch in vordefinierte Designstile transformieren – darunter Richtungen wie „Industrial“, „Bohemian“, „Whimsical“ oder sogenannte „Dopamine“-Looks.
Technische Basis und Verknüpfung zum Online-Shopping
Hinter der Funktion steht eine Infrastruktur namens „Pinterest Intelligence“. Nach Angaben des Unternehmens kombiniert diese Technologie Blackwell-Grafikprozessoren von Nvidia sowie die Softwareplattform Nvidia Dynamo mit quelloffenen Modellen und hauseigenen Entwicklungen. Diese Architektur soll künftig auch die visuelle Suche verbessern und Suchanfragen gezielter für Entdeckungen und Produktkäufe nutzbar machen.
Für die Plattform hat die Raumgestaltung per KI einen klaren wirtschaftlichen Hintergrund: Bislang dient Pinterest vor allem als Inspirationsquelle, auf der Nutzer Ideen merken und sammeln. Durch die Visualisierung konkreter Produkte in der eigenen Wohnung soll die Hürde für Nutzer gesenkt werden, die gemerkten Produkte direkt zu bestellen.
Verfügbarkeit
Restyle startet zunächst als Beta-Version im Rahmen einer frühen Vorschau und ist aktuell auf die USA und Kanada beschränkt. Laut Pinterest soll die Funktion im kommenden Monat breiter ausgerollt werden.
Quellen: Techcrunch.com


















