Shelly

Sicherheits-Offensive 2026: Shelly kündigt eigene Kamera-Serie zur „Light + Building“ an

Sofia/Frankfurt – Shelly Europe, der einstige Geheimtipp für Smart-Home-Bastler, greift nach der Marktführerschaft im Bereich Sicherheit. Wie das bulgarische Unternehmen im Vorfeld der Fachmesse Light + Building 2026 (8. bis 13. März) durchblicken ließ, wird das Portfolio um eine lang erwartete Komponente erweitert: die Shelly Camera.

Vom einfachen Unterputz-Relais bis hin zum komplexen Energiemessgerät – Shelly hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Evolution vollzogen. Mittlerweile gilt die Marke als Platzhirsch für Anwender, die Wert auf lokale Kontrolle und Flexibilität legen. Nach Ausflügen in Nischenbereiche wie smarte Diffusoren kehrt das Unternehmen nun zu seinem Kern zurück und schließt mit der neuen Kamera-Reihe eine der letzten großen Lücken in seinem Ökosystem.

Lokale Kontrolle statt Abo-Zwang

Obwohl detaillierte technische Spezifikationen noch unter Verschluss gehalten werden, zeichnet sich die strategische Ausrichtung bereits ab. Während Schwergewichte wie Ring (Amazon) oder Nest (Google) ihre Hardware oft eng an kostenpflichtige Cloud-Abonnements binden, dürfte Shelly seinem bisherigen Ethos treu bleiben.

Branchenexperten erwarten eine konsequente Unterstützung offener Standards wie RTSP (Real Time Streaming Protocol) und ONVIF. Dies würde es Nutzern ermöglichen, die Videostreams ohne Umwege in lokale Network Video Recorder (NVR) oder auf ein heimisches NAS (z. B. von Synology oder QNAP) einzubinden. Für die wachsende Community der „Local-Only“-Verfechter ist dies ein entscheidendes Kaufargument.

Die „Single-App“-Strategie im Visier

Der Schritt in den Kamera-Markt ist für Shelly mehr als nur eine Hardware-Erweiterung. In Zeiten, in denen der neue Standard Matter die Interoperabilität zwischen verschiedenen Herstellern verbessert, wird die eigene App-Erfahrung zum wichtigsten Differenzierungsmerkmal.

Durch die Integration von Live-Bildern in die Shelly-App wird das System für sogenannte „Single-App-User“ attraktiver – also Kunden, die Licht, Heizung, Energiemanagement und nun auch Sicherheit über eine einzige Oberfläche steuern möchten, ohne zwischen verschiedenen Anwendungen hin- und herzuwechseln.

Ein Neuanfang nach „Shelly Eye“

Es ist nicht Shellys erster Versuch im Kamerasegment. Ältere Nutzer erinnern sich vielleicht noch an die „Shelly Eye“, die jedoch hinter den hohen Erwartungen zurückblieb und eher als Randnotiz in der Firmengeschichte verbucht wurde. Mit der neuen Generation zur Light + Building 2026 scheint das Unternehmen jedoch aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben und setzt auf eine tiefere Integration in das bestehende Profi-Portfolio.

Ausblick: Was erwartet uns in Frankfurt?

Spannend bleibt die Frage, wie Shelly die Kamera-Hardware mit seinen bestehenden Sensoren verknüpfen wird. Denkbar wären automatisierte Szenarien, bei denen die Kamera erst bei Auslösung eines Shelly Motion Sensors oder eines Tür-Fenster-Kontakts aktiv wird oder eine lokale Aufzeichnung startet.

Offizielle Preise und die genauen Marktstart-Termine werden pünktlich zur Eröffnung der Messe in Frankfurt am Main erwartet.

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