{"id":4622,"date":"2024-10-21T16:56:40","date_gmt":"2024-10-21T16:56:40","guid":{"rendered":"https:\/\/cybertalk.io\/?p=4622"},"modified":"2024-10-21T16:56:40","modified_gmt":"2024-10-21T16:56:40","slug":"wie-rasieren-sich-astronauten-im-weltall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netguide.io\/science\/de\/wie-rasieren-sich-astronauten-im-weltall\/","title":{"rendered":"Wie Rasieren sich Astronauten im Weltall?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Titelbild: <a href=\"https:\/\/www.philips.co.uk\/c-w\/malegrooming\/philips-space\/space\/the-best-kept-secret-in-shaving-history.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Philips<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Weltraum. Unendliche Weiten, die wir als Mensch heute fast schon so souver\u00e4n bereisen, wie einst Kirk, Spock und der Rest der Crew der Enterprise. Zumindest einen kleinen Schritt in Richtung Weltraum sind wir schon gegangen. In der Science Fiction Serie war das Problem der Schwerelosigkeit allerdings gel\u00f6st. Die Besatzung des Raumschiffs brauchte also f\u00fcr allt\u00e4gliche Dinge keine besonderen Vorrichtungen. Anders sieht es heute in der bemannten Raumfahrt aus. Wie funktioniert das Rasieren im Weltraum?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bartwuchs<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bartwuchs ist bei allen M\u00e4nnern mehr, oder weniger ausgepr\u00e4gt. Im Durchschnitt kann man pro Woche mit 2-3 Millimetern Barthaar rechnen. Sieht man sich Videos der Besatzung der ISS an, dann f\u00e4llt auf, dass die M\u00e4nner immer perfekt rasiert sind. Kaum einer tr\u00e4gt Bart und auch wenn er das tut, dann ist Bart sauber getrimmt und die Konturen ordentlich gepflegt. Der Deutsche Astronaut Alexander Gerst tr\u00e4gt einen ordentlich rasierten Kinnbart und Glatze. Auch eine Glatze braucht, genauso wie andere Frisuren, immer wieder Pflege.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Rasieren im Weltraum<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Etwa 10 % der Menschen, die in den Weltraum reisen, sind Frauen. 1963 flog die Russin Valentina Tereschkowa als erste Frau ins All. Erst 20 Jahre sp\u00e4ter gab es auch die erste amerikanische Astronautin. Bis dahin waren nur M\u00e4nner im All unterwegs. 1969, bei der Apollo 11 Mission waren Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins vom 16. bis 24. Juli unterwegs. Rasieren im Weltall war also bereits damals ein Thema f\u00fcr die Astronauten. So f\u00fchrte Michael Collins etwa einen Gillette Techmatic und eine Tube Old Spice Rasiercreme mit sich. Auch ein Philips Rasierer war mit an Board.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Moon Shaver<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"980\" height=\"510\" src=\"https:\/\/netguide.io\/science\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2024\/10\/rasieren-im-weltraum.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-4623\" srcset=\"https:\/\/netguide.io\/science\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2024\/10\/rasieren-im-weltraum.webp 980w, https:\/\/netguide.io\/science\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2024\/10\/rasieren-im-weltraum-300x156.webp 300w, https:\/\/netguide.io\/science\/wp-content\/uploads\/sites\/8\/2024\/10\/rasieren-im-weltraum-768x400.webp 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bild: <a href=\"https:\/\/www.philips.co.uk\/c-w\/malegrooming\/philips-space\/space\/the-best-kept-secret-in-shaving-history.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Philips.com<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a><\/a>Ein Rasierer mit zwei Rotationsklingen, der mit einer Saugvorrichtung ausgestattet war. Von Philips nicht nur f\u00fcr das Rasieren im Weltraum entwickelt war der Moon Shaver eines von vielen innovativen Technologien, die dazu beitrugen, dass Neil Armstrong schlie\u00dflich als erster Mensch seinen Fu\u00df auf den Mond setzen konnte. Dank Philips und dem Moon Shaver tat er dies auch glattrasiert unter seinem Helm.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Futuristisches Design<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sieht man sich die aktuellen Ger\u00e4te von Philips an, dann wirken sie, als w\u00fcrden sie aus dem Weltraum stammen. Auch Panasonic liefert Rasierapparate im futuristischen Design und\u00a0<a href=\"https:\/\/amzn.to\/4f47MTG\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener sponsored nofollow\">aktuelle Braun Rasierer<\/a>\u00a0wirken allein wegen dem m\u00e4chtigen Scherkopf wie ein Ausr\u00fcstungsgegenstand f\u00fcr Astronauten. Dabei hat die Trockenrasur im All einen gro\u00dfen Nachteil. Generell ist das Rasieren im Weltall immer eine Herausforderung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fliegende Barthaare<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Trockenrasur wird das Barthaar sehr kurz geschnitten. Die Haare ragen durch eine Folie, oder die Abdeckung der rotierenden Klingen und werden von den darunter laufenden Klingen abgeschnitten. Egal, ob man mit einem Folienrasierer, oder einem Rotationsrasierer arbeitet \u2013 Es gibt immer dasselbe Problem. Die Barthaare werden abgeschnitten, bleiben zwar zu einem gro\u00dfen Teil unter der Folie, aber sp\u00e4testens beim Reinigen fallen sie heraus. Das ist auf der Erde unproblematisch. Im Weltall hei\u00dft das aber, dass winzige H\u00e4rchen durch die Luft fliegen, elektronische Ger\u00e4te st\u00f6ren k\u00f6nnen und von Astronauten eingeatmet werden. Auch in den Augen sind Bartstoppeln sehr unangenehm.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Prinzip Staubsauger<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um das Problem in den Griff zu bekommen sind die Elektrorasierer auf der ISS mit einem Staubsauger verbunden, der die Barthaare direkt nach dem K\u00fcrzen absaugt. Ein Barttrimmer mit einer solchen Saugvorrichtung steht den Astronauten zur Verf\u00fcgung. Die Idee des Moon Shaver hat sich also durchgesetzt. Sie wurde nur \u00fcber die Jahre verbessert und ausgereifter. Die Trockenrasur ist im Weltall allerdings nicht die bevorzugte Variante. So wie auch Michael Collins es bei seinem Mondflug praktizierte, ist heute die Nassrasur eine beliebte Variante zum Rasieren im Weltraum.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nassrasur im All<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wasser ist in der Schwerelosigkeit schwer zu b\u00e4ndigen. Die Nassrasur l\u00e4uft im All daher etwas anders ab, als auf der Erde. Das Gesicht wird ein wenig befeuchtet und anschlie\u00dfend mit Rasiercreme eingecremt. Die cremige Seife sorgt dann einerseits daf\u00fcr, dass der Rasierer leicht \u00fcber die Haut gleitet, hat aber beim Rasieren im Weltraum eine andere wichtige Eigenschaft. Das Barthaar bleibt in der Rasiercreme kleben und haftet auf dem, heute gebr\u00e4uchlichen, Systemrasierer. Der Rasierer wird nach ein paar Z\u00fcgen mit einem Tuch gereinigt und die Bartstoppel und die Rasiercreme im Tuch entsorgt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Rasieren im Weltraum<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass kein Astronaut einen Vollbart tr\u00e4gt hat sicherlich auch praktische Hintergr\u00fcnde. Zwar haben die meisten Astronauten einen milit\u00e4rischen Hintergrund, sind also daran gew\u00f6hnt, sich zu rasieren, aber Bartwuchs hat auch Nachteile. Wer mit einem Drei-Tage-Bart einmal einen Motorradhelm abgenommen hat, der wei\u00df, dass die Barthaare dabei extrem schmerzen k\u00f6nnen. Neben den Schmerzen, die ein Bart evtl. verursacht kann er aber auch verhindern, dass etwa ein Atemschutz, oder eine Sauerstoffmaske sauber mit der Haut abschlie\u00dfen. Dass eine solche Maske undicht ist, kann im Weltraum verheerende Folgen haben. Das Rasieren im Weltraum wird also auch, allen Trends zum Vollbart zum Trotz, zum Alltag auf der ISS und in Raumf\u00e4hren geh\u00f6ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Titelbild: Philips Der Weltraum. 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