{"id":5195,"date":"2022-12-28T10:00:00","date_gmt":"2022-12-28T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/netguide.io\/linux\/unraid-installieren\/"},"modified":"2026-08-14T19:30:25","modified_gmt":"2026-08-14T19:30:25","slug":"unraid-installieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netguide.io\/linux\/de\/unraid-installieren\/","title":{"rendered":"Unraid installieren: Schritt-f\u00fcr-Schritt-Anleitung f\u00fcr Einsteiger"},"content":{"rendered":"<script type=\"text\/plain\" data-tcf=\"waiting-for-consent\" data-id=\"4797\" data-bid=\"2\" data-placement=\"4798\">PGRpdiBpZD0ibmV0Z3VpZGVhLTIwNjMxNTQ4NCIgY2xhc3M9Im5ldGd1aWRlYS1iZWZvcmUtY29udGVudCBuZXRndWlkZWEtZW50aXR5LXBsYWNlbWVudCI+PGRpdiBjbGFzcz0ibmV0Z3VpZGVhLWFkbGFiZWwiPkFkdmVydGlzZW1lbnRzPC9kaXY+PHNjcmlwdCBhc3luYyBzcmM9Ii8vcGFnZWFkMi5nb29nbGVzeW5kaWNhdGlvbi5jb20vcGFnZWFkL2pzL2Fkc2J5Z29vZ2xlLmpzP2NsaWVudD1jYS1wdWItNjI1ODU1NjI1NzI0NTk5OCIgY3Jvc3NvcmlnaW49ImFub255bW91cyI+PC9zY3JpcHQ+PGlucyBjbGFzcz0iYWRzYnlnb29nbGUiIHN0eWxlPSJkaXNwbGF5OmJsb2NrOyIgZGF0YS1hZC1jbGllbnQ9ImNhLXB1Yi02MjU4NTU2MjU3MjQ1OTk4IiAKZGF0YS1hZC1zbG90PSIzNDk0MTE1MzQyIiAKZGF0YS1hZC1mb3JtYXQ9ImF1dG8iPjwvaW5zPgo8c2NyaXB0PiAKKGFkc2J5Z29vZ2xlID0gd2luZG93LmFkc2J5Z29vZ2xlIHx8IFtdKS5wdXNoKHt9KTsgCjwvc2NyaXB0Pgo8L2Rpdj4=<\/script>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unraid installieren ist deutlich einfacher, als es auf den ersten Blick wirkt: Das Betriebssystem l\u00e4uft von einem USB-Stick und l\u00e4sst sich in wenigen Minuten einsatzbereit machen. Unraid ist ein flexibles Server-Betriebssystem f\u00fcr Heim- und kleine Unternehmensserver, das mehrere Festplatten unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe zu einem gemeinsamen Speicherpool zusammenfasst. \u00dcber ein sogenanntes Parity-System sichert es deine Daten gegen den Ausfall einzelner Platten ab, und dank integrierter Docker- und VM-Unterst\u00fctzung wird der Server schnell zur zentralen Schaltstelle f\u00fcr dein ganzes Heimnetz. In dieser Anleitung zeigen wir dir Schritt f\u00fcr Schritt, wie du Unraid installierst \u2013 vom bootbaren USB-Stick bis zum ersten Login in der Weboberfl\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was du brauchst, bevor du Unraid installierst<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unraid wird nicht wie ein klassisches Betriebssystem auf einer internen Festplatte installiert, sondern l\u00e4uft direkt vom USB-Stick. Damit die Installation reibungslos gelingt, solltest du vorab ein paar Dinge bereitlegen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Einen hochwertigen USB-Stick mit mindestens 1&nbsp;GB, empfohlen sind 16 oder 32&nbsp;GB (maximal werden 32&nbsp;GB unterst\u00fctzt).<\/li>\n<li>Einen Windows-, macOS- oder Linux-Rechner, um den Boot-Stick zu erstellen.<\/li>\n<li>Die Server-Hardware mit Netzwerkanschluss, auf der Unraid sp\u00e4ter laufen soll.<\/li>\n<li>Eine g\u00fcltige E-Mail-Adresse f\u00fcr die kostenlose Trial-Lizenz.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da der USB-Stick dauerhaft im Server steckt und Unraid ihn als Lizenz-Anker nutzt, lohnt sich ein Markenmodell mit guter Qualit\u00e4t. Mehr zur passenden Kapazit\u00e4t liest du in unserem Ratgeber zur <a href=\"\/linux\/de\/unraid-usb-stick-groesse-so-gross-muss-der-boot-usb-stick-fuer-unraid-sein\/\">richtigen USB-Stick-Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr Unraid<\/a>. Wenn du noch unsicher bist, wof\u00fcr sich Unraid \u00fcberhaupt eignet, hilft dir unser \u00dcberblick <a href=\"\/linux\/de\/unraid-was-ist-das\/\">Unraid \u2013 was ist das?<\/a> weiter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unraid installieren: Bootbaren USB-Stick unter Windows und macOS erstellen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der einfachste Weg f\u00fchrt \u00fcber das offizielle USB Creator Tool von Unraid. Es l\u00e4dt das gew\u00fcnschte Image herunter und schreibt es automatisch bootf\u00e4hig auf den Stick \u2013 ganz ohne Zusatzsoftware.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"492\" height=\"604\" src=\"https:\/\/netguide.io\/linux\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/unraid-usb-creator.png\" alt=\"Unraid USB Creator Tool zum Erstellen des bootbaren Sticks\" class=\"wp-image-5400\" srcset=\"https:\/\/netguide.io\/linux\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/unraid-usb-creator.png 492w, https:\/\/netguide.io\/linux\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2026\/08\/unraid-usb-creator-244x300.png 244w\" sizes=\"auto, (max-width: 492px) 100vw, 492px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Unraid USB Creator Tool.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\" start=\"1\">\n<li>Lade das USB Creator Tool von der offiziellen <a href=\"https:\/\/unraid.net\/download\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Download-Seite von Unraid<\/a> herunter. Dort findest du Versionen f\u00fcr Windows und macOS. Wer nur Linux nutzt, folgt der Anleitung weiter unten.<\/li>\n<li>Starte das heruntergeladene Programm \u2013 eine Installation ist nicht n\u00f6tig, das Tool l\u00e4uft direkt.<\/li>\n<li>W\u00e4hle die Unraid-Version aus, die du installieren m\u00f6chtest. F\u00fcr einen produktiv genutzten Server nimmst du am besten die aktuelle \u201eStable&#8221;-Version.<\/li>\n<li>Passe unter \u201eCustomize&#8221; bei Bedarf den Servernamen und den Netzwerkmodus an. Im DHCP-Modus bezieht der Server seine IP automatisch vom Router, bei \u201eStatic IP&#8221; vergibst du eine feste Adresse. Hier l\u00e4sst sich auch der UEFI-Boot aktivieren. Der Servername ist zugleich die Adresse, unter der du den Server sp\u00e4ter im Browser erreichst.<\/li>\n<li>W\u00e4hle im n\u00e4chsten Schritt den USB-Stick aus, auf den Unraid geschrieben werden soll. Taucht der Stick nicht auf, aktualisiere die Liste \u00fcber den Pfeil.<\/li>\n<li>Mit einem Klick auf \u201eWrite Image&#8221; wird Unraid heruntergeladen und auf den Stick geschrieben. Danach steckst du den Stick in den Server \u2013 und Unraid bootet.<\/li>\n<li>Die Weboberfl\u00e4che erreichst du anschlie\u00dfend, indem du <code>https:\/\/tower<\/code> (oder deinen ge\u00e4nderten Servernamen) in den Browser eingibst.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unraid unter Linux installieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Linux stellt Unraid kein grafisches Creator-Tool bereit, die Installation gelingt aber ebenso zuverl\u00e4ssig manuell:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\" start=\"1\">\n<li>Lade das aktuelle Unraid-ZIP-Archiv von der offiziellen Download-Seite herunter und entpacke es direkt auf den bereits mit FAT32 formatierten USB-Stick.<\/li>\n<li>Benenne den Datentr\u00e4ger auf den Namen <code>UNRAID<\/code> um \u2013 das ist Voraussetzung, damit der Stick sp\u00e4ter korrekt erkannt wird.<\/li>\n<li>Wechsle in das Stick-Verzeichnis und f\u00fchre das mitgelieferte Skript <code>make_bootable_linux<\/code> mit Root-Rechten aus, um den Stick bootf\u00e4hig zu machen.<\/li>\n<li>Wirf den Stick sauber aus, stecke ihn in den Server und starte diesen. Achte darauf, im BIOS\/UEFI den USB-Stick als erstes Boot-Medium festzulegen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Erster Start und Grundkonfiguration<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Booten rufst du die Weboberfl\u00e4che \u00fcber den Servernamen im Browser auf. Beim ersten Login legst du ein Root-Passwort fest und ordnest deine Festplatten zu: In Unraid bestimmst du selbst, welche Platte als Parity-Laufwerk dient und welche als Datenlaufwerke. Wichtig ist, dass die Parity-Platte mindestens so gro\u00df ist wie die gr\u00f6\u00dfte Datenplatte. Anschlie\u00dfend startest du das Array, und Unraid richtet den gemeinsamen Speicherpool ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Direkt nach der Einrichtung solltest du die Sicherheit erh\u00f6hen und die Anmeldung mit einem zweiten Faktor absichern. Wie das funktioniert, zeigt unsere Anleitung zur <a href=\"\/linux\/de\/unraid-2fa\/\">Zwei-Faktor-Authentifizierung in Unraid<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Community Applications: der App-Store f\u00fcr Unraid<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die wohl wichtigste Erweiterung fehlt nach der Erstinstallation noch: das <strong>Community Applications Plugin<\/strong>. Es funktioniert wie ein App-Store und erm\u00f6glicht es dir, Docker-Container und Plugins mit wenigen Klicks zu installieren \u2013 von Medienservern wie Plex bis hin zu Backup-L\u00f6sungen. Das Plugin l\u00e4dst du als einzelne Datei \u00fcber die Plugin-Verwaltung der Weboberfl\u00e4che, danach steht dir der komplette Katalog zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unraid zu installieren ist auch f\u00fcr Einsteiger gut machbar: Ein hochwertiger USB-Stick, das offizielle Creator-Tool und ein paar Minuten Zeit gen\u00fcgen, um vom leeren Stick zum laufenden Server zu kommen. Der gr\u00f6\u00dfte Vorteil zeigt sich danach im Alltag \u2013 flexible Speichererweiterung, Ausfallsicherheit \u00fcber die Parity-Platte und die riesige Auswahl an Docker-Apps \u00fcber die Community Applications. Wer die Grundkonfiguration mit Root-Passwort und Zwei-Faktor-Authentifizierung sauber erledigt, hat mit Unraid eine solide und wartungsarme Basis f\u00fcr den eigenen Homeserver geschaffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">H\u00e4ufige Fragen zur Unraid-Installation (FAQ)<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie gro\u00df muss der USB-Stick f\u00fcr Unraid sein?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Stick muss mindestens 1&nbsp;GB fassen, maximal werden 32&nbsp;GB unterst\u00fctzt. Empfehlenswert sind 16 oder 32&nbsp;GB von einem Markenhersteller, da der Stick dauerhaft im Server bleibt und als Lizenz-Anker dient.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Muss Unraid auf eine interne Festplatte installiert werden?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein. Unraid l\u00e4uft komplett vom USB-Stick und l\u00e4dt das System bei jedem Start in den Arbeitsspeicher. Deine internen Festplatten bleiben dadurch vollst\u00e4ndig f\u00fcr Daten, Parity und Cache nutzbar.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kann ich Unraid auch ohne das Creator-Tool installieren?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja. Unter Linux entpackst du das ZIP-Archiv manuell auf einen FAT32-Stick, benennst ihn in <code>UNRAID<\/code> um und machst ihn mit dem Skript <code>make_bootable_linux<\/code> bootf\u00e4hig. Das Ergebnis ist identisch mit dem des Creator-Tools.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wie erreiche ich die Weboberfl\u00e4che nach der Installation?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gib im Browser <code>https:\/\/tower<\/code> ein oder den Servernamen, den du beim Erstellen des Sticks vergeben hast. Alternativ funktioniert auch die IP-Adresse des Servers, die dir dein Router im DHCP-Modus zuweist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ist Unraid kostenlos?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unraid bietet eine kostenlose Testphase, mit der du das System vollst\u00e4ndig ausprobieren kannst. F\u00fcr den Dauerbetrieb ist danach eine einmalige Lizenz erforderlich, deren Preis sich nach der Anzahl der angeschlossenen Speicherger\u00e4te richtet.<\/p>\n<script type=\"text\/plain\" data-tcf=\"waiting-for-consent\" data-id=\"4799\" data-bid=\"2\" 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