{"id":5171,"date":"2023-03-09T10:00:00","date_gmt":"2023-03-09T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/netguide.io\/linux\/ubuntu-vs-centos\/"},"modified":"2023-03-09T10:00:00","modified_gmt":"2023-03-09T10:00:00","slug":"ubuntu-vs-centos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netguide.io\/linux\/de\/ubuntu-vs-centos\/","title":{"rendered":"Ubuntu vs. CentOS: Welche Linux-Distribution passt zu dir?"},"content":{"rendered":"<script type=\"text\/plain\" data-tcf=\"waiting-for-consent\" data-id=\"4797\" data-bid=\"2\" data-placement=\"4798\">PGRpdiBpZD0ibmV0Z3VpZGVhLTQwMDk2MDI1ODAiIGNsYXNzPSJuZXRndWlkZWEtYmVmb3JlLWNvbnRlbnQgbmV0Z3VpZGVhLWVudGl0eS1wbGFjZW1lbnQiPjxkaXYgY2xhc3M9Im5ldGd1aWRlYS1hZGxhYmVsIj5BZHZlcnRpc2VtZW50czwvZGl2PjxzY3JpcHQgYXN5bmMgc3JjPSIvL3BhZ2VhZDIuZ29vZ2xlc3luZGljYXRpb24uY29tL3BhZ2VhZC9qcy9hZHNieWdvb2dsZS5qcz9jbGllbnQ9Y2EtcHViLTYyNTg1NTYyNTcyNDU5OTgiIGNyb3Nzb3JpZ2luPSJhbm9ueW1vdXMiPjwvc2NyaXB0PjxpbnMgY2xhc3M9ImFkc2J5Z29vZ2xlIiBzdHlsZT0iZGlzcGxheTpibG9jazsiIGRhdGEtYWQtY2xpZW50PSJjYS1wdWItNjI1ODU1NjI1NzI0NTk5OCIgCmRhdGEtYWQtc2xvdD0iMzQ5NDExNTM0MiIgCmRhdGEtYWQtZm9ybWF0PSJhdXRvIj48L2lucz4KPHNjcmlwdD4gCihhZHNieWdvb2dsZSA9IHdpbmRvdy5hZHNieWdvb2dsZSB8fCBbXSkucHVzaCh7fSk7IAo8L3NjcmlwdD4KPC9kaXY+<\/script>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Vergleich <strong>Ubuntu vs. CentOS<\/strong> geht es um zwei der bekanntesten Linux-Distributionen \u00fcberhaupt \u2013 doch sie verfolgen sehr unterschiedliche Ziele. W\u00e4hrend Ubuntu von Anfang an auf Benutzerfreundlichkeit und ein breites Publikum setzt, war CentOS lange die erste Wahl f\u00fcr stabile, unternehmenskritische Server. In diesem Ratgeber zeigen wir dir die wichtigsten Unterschiede und helfen dir bei der Entscheidung, welche Distribution zu deinem Projekt passt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ubuntu und CentOS im \u00dcberblick<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ubuntu wird seit 2004 von Canonical entwickelt und basiert auf Debian. Es ist sowohl auf dem Desktop als auch auf Servern und in der Cloud extrem verbreitet und gilt als besonders einsteigerfreundlich. CentOS (Community ENTerprise Operating System) war urspr\u00fcnglich ein kostenloser, quelloffener Nachbau von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und damit vor allem im Serverumfeld beliebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wichtig zu wissen:<\/strong> Das klassische CentOS Linux wurde Ende 2021 eingestellt. Nachfolger ist <em>CentOS Stream<\/em>, das nun als kontinuierlich aktualisierter Zwischenschritt vor RHEL positioniert ist. Wer weiterhin ein stabiles, RHEL-kompatibles System sucht, greift heute h\u00e4ufig zu Alternativen wie AlmaLinux oder Rocky Linux. Dieser Wandel ist bei der Wahl zwischen Ubuntu und CentOS entscheidend.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die wichtigsten Unterschiede zwischen Ubuntu und CentOS<\/h2>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Zielgruppe:<\/strong> Ubuntu richtet sich an Desktop-Nutzer, Entwickler und Server-Admins gleicherma\u00dfen. CentOS war klar auf Server und IT-Profis ausgelegt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Paketverwaltung:<\/strong> Ubuntu nutzt das Debian-basierte <code>apt<\/code> mit <code>.deb<\/code>-Paketen. CentOS setzt auf RPM-Pakete und den Paketmanager <code>dnf<\/code> (fr\u00fcher <code>yum<\/code>).<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Release-Zyklus:<\/strong> Ubuntu erscheint alle sechs Monate, LTS-Versionen alle zwei Jahre mit bis zu zehn Jahren Support. CentOS Stream wird als Rolling-Release-nahes Modell kontinuierlich aktualisiert.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Community und Support:<\/strong> Ubuntu hat eine riesige, aktive Community und umfangreiche Dokumentation. CentOS profitiert vom RHEL-\u00d6kosystem und Red Hats Know-how.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Desktop-Umgebung:<\/strong> Ubuntu liefert heute standardm\u00e4\u00dfig GNOME aus (fr\u00fchere Unity-Zeiten sind vorbei). CentOS setzt ebenfalls auf GNOME, ist aber prim\u00e4r als Server-System gedacht.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sicherheit:<\/strong> CentOS bringt SELinux (Security-Enhanced Linux) standardm\u00e4\u00dfig aktiv mit. Ubuntu nutzt stattdessen AppArmor, das etwas einfacher zu konfigurieren ist.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ubuntu vs. CentOS: Vergleichstabelle<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><thead><tr><th>Merkmal<\/th><th>Ubuntu<\/th><th>CentOS (Stream)<\/th><\/tr><\/thead><tbody><tr><td>Basis<\/td><td>Debian<\/td><td>Fedora \/ RHEL-Upstream<\/td><\/tr><tr><td>Paketformat<\/td><td>.deb (apt)<\/td><td>.rpm (dnf)<\/td><\/tr><tr><td>Zielgruppe<\/td><td>Desktop, Entwickler, Server<\/td><td>Server, Enterprise, IT-Profis<\/td><\/tr><tr><td>Release-Modell<\/td><td>Feste Releases + LTS<\/td><td>Rolling-Release-nah<\/td><\/tr><tr><td>Support-Dauer (LTS)<\/td><td>bis zu 10 Jahre<\/td><td>an RHEL-Zyklus gekoppelt<\/td><\/tr><tr><td>Standard-Sicherheit<\/td><td>AppArmor<\/td><td>SELinux<\/td><\/tr><tr><td>Einstiegsh\u00fcrde<\/td><td>niedrig<\/td><td>mittel bis hoch<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wann ist Ubuntu die bessere Wahl?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ubuntu ist ideal, wenn du schnell und unkompliziert starten m\u00f6chtest. Die Installation ist einfach, die Community-Hilfe riesig und dank LTS-Versionen bekommst du \u00fcber viele Jahre stabile Updates. Auch f\u00fcr moderne Workloads wie Container spielt Ubuntu seine St\u00e4rken aus \u2013 zum Beispiel, wenn du <a href=\"\/linux\/de\/docker-compose-installieren-ubuntu-debian\/\">Docker Compose unter Ubuntu installierst<\/a>. F\u00fcr Entwickler, Cloud-Server und Einsteiger ist Ubuntu meist die pragmatischere Wahl.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wann lohnt sich CentOS (oder eine RHEL-Alternative)?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">CentOS beziehungsweise das heutige CentOS Stream ist interessant, wenn du im RHEL-\u00d6kosystem arbeitest oder Software einsetzt, die offiziell nur f\u00fcr Red Hat zertifiziert ist. Der Paketmanager <code>dnf<\/code>, standardm\u00e4\u00dfiges SELinux und die N\u00e4he zu Enterprise-Standards machen es zu einer soliden Server-Basis. Auch typische Server-Dienste lassen sich damit gut betreiben \u2013 etwa ein <a href=\"\/linux\/de\/ganesha-nfs-server-unter-ubuntu-installieren-und-konfigurieren\/\">NFS-Server f\u00fcr zentralen Speicher<\/a>. Wer maximale Stabilit\u00e4t wie beim alten CentOS Linux sucht, sollte jedoch AlmaLinux oder Rocky Linux als Nachfolger pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Paketverwaltung im Alltag: apt vs. dnf<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein sp\u00fcrbarer Unterschied im Arbeitsalltag ist die Paketverwaltung. Unter Ubuntu installierst du Software mit <code>apt<\/code>, aktualisierst das System mit <code>apt update<\/code> und <code>apt upgrade<\/code> und greifst auf riesige Repositories zur\u00fcck. Unter CentOS l\u00e4uft alles \u00fcber <code>dnf<\/code> (den Nachfolger von <code>yum<\/code>) mit RPM-Paketen. Beide Ans\u00e4tze l\u00f6sen Abh\u00e4ngigkeiten automatisch auf \u2013 wer allerdings zwischen beiden Welten wechselt, muss sich an andere Paketnamen, Befehle und Konfigurationspfade gew\u00f6hnen. F\u00fcr zus\u00e4tzliche Software setzt Ubuntu au\u00dferdem stark auf Snaps und PPAs, w\u00e4hrend im RPM-Umfeld h\u00e4ufig zus\u00e4tzliche Repositories wie EPEL genutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sicherheit: AppArmor vs. SELinux<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Thema Sicherheit trennt sich die Philosophie der beiden Systeme. CentOS aktiviert standardm\u00e4\u00dfig SELinux, ein sehr granulares Mandatory-Access-Control-System, das Prozesse strikt voneinander abschottet \u2013 m\u00e4chtig, aber in der Konfiguration anspruchsvoll. Ubuntu setzt auf AppArmor, das \u00fcber Profile arbeitet und in der Praxis leichter zu verstehen und anzupassen ist. Beide erh\u00f6hen die Systemsicherheit deutlich; welches Modell besser passt, h\u00e4ngt vor allem von deinem Know-how und den Compliance-Anforderungen deines Projekts ab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fazit: Ubuntu oder CentOS?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Duell Ubuntu vs. CentOS gibt es keinen pauschalen Gewinner \u2013 es kommt auf deinen Einsatzzweck an. F\u00fcr Desktop, Entwicklung, Cloud und Einsteiger ist Ubuntu dank Benutzerfreundlichkeit und langem LTS-Support in den meisten F\u00e4llen die bessere Wahl. Im klassischen Enterprise-Serverumfeld mit RHEL-N\u00e4he punktet CentOS Stream \u2013 wobei du wegen des Strategiewechsels von 2021 auch AlmaLinux oder Rocky Linux als stabile Alternativen im Blick behalten solltest.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">H\u00e4ufige Fragen (FAQ)<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ist Ubuntu oder CentOS besser f\u00fcr Server?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beide eignen sich f\u00fcr Server. Ubuntu Server ist einsteigerfreundlicher und hat eine gr\u00f6\u00dfere Community, w\u00e4hrend CentOS\/CentOS Stream durch die N\u00e4he zu Red Hat Enterprise Linux im professionellen Enterprise-Umfeld punktet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wird CentOS noch weiterentwickelt?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das klassische CentOS Linux wurde Ende 2021 eingestellt. Aktiv weiterentwickelt wird CentOS Stream. Als stabile RHEL-kompatible Nachfolger haben sich zudem AlmaLinux und Rocky Linux etabliert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Was ist der Hauptunterschied bei der Paketverwaltung?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ubuntu nutzt <code>apt<\/code> mit <code>.deb<\/code>-Paketen, CentOS verwendet <code>dnf<\/code> (fr\u00fcher <code>yum<\/code>) mit RPM-Paketen. Befehle und Paketnamen unterscheiden sich dadurch teils deutlich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kann ich auf beiden Distributionen dieselbe Software betreiben?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den meisten F\u00e4llen ja. G\u00e4ngige Server-Software wie Webserver, Datenbanken oder Container-Tools ist f\u00fcr beide verf\u00fcgbar. Unterschiede gibt es vor allem bei Paketnamen, Versionen und Konfigurationspfaden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Welche Distribution ist einsteigerfreundlicher?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ubuntu gilt als deutlich einsteigerfreundlicher. Die Installation, die Dokumentation und die riesige Community machen den Einstieg leichter als bei CentOS, das st\u00e4rker auf erfahrene Administratoren ausgerichtet ist.<\/p>\n<script type=\"text\/plain\" data-tcf=\"waiting-for-consent\" data-id=\"4799\" data-bid=\"2\" data-placement=\"4800\">PGRpdiBpZD0ibmV0Z3VpZGVhLTM2NzQ4NjE2NTIiIGNsYXNzPSJuZXRndWlkZWEtYWZ0ZXItY29udGVudCBuZXRndWlkZWEtZW50aXR5LXBsYWNlbWVudCI+PGRpdiBjbGFzcz0ibmV0Z3VpZGVhLWFkbGFiZWwiPkFkdmVydGlzZW1lbnRzPC9kaXY+PHNjcmlwdCBhc3luYyBzcmM9Ii8vcGFnZWFkMi5nb29nbGVzeW5kaWNhdGlvbi5jb20vcGFnZWFkL2pzL2Fkc2J5Z29vZ2xlLmpzP2NsaWVudD1jYS1wdWItNjI1ODU1NjI1NzI0NTk5OCIgY3Jvc3NvcmlnaW49ImFub255bW91cyI+PC9zY3JpcHQ+PGlucyBjbGFzcz0iYWRzYnlnb29nbGUiIHN0eWxlPSJkaXNwbGF5OmJsb2NrOyIgZGF0YS1hZC1jbGllbnQ9ImNhLXB1Yi02MjU4NTU2MjU3MjQ1OTk4IiAKZGF0YS1hZC1zbG90PSI0NTU5Nzg1MDAyIiAKZGF0YS1hZC1mb3JtYXQ9ImF1dG8iPjwvaW5zPgo8c2NyaXB0PiAKKGFkc2J5Z29vZ2xlID0gd2luZG93LmFkc2J5Z29vZ2xlIHx8IFtdKS5wdXNoKHt9KTsgCjwvc2NyaXB0Pgo8L2Rpdj4=<\/script>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ubuntu vs. CentOS im Vergleich: Paketverwaltung, Release-Zyklus, Support und Sicherheit. 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