Auf Linux Mint 22.3 („Zena“) kann die Installation oder Ausführung von Oracle VirtualBox fehlschlagen, wenn neuere Linux-Kernel mit den Treibern kollidieren oder KVM Konflikte verursacht. Diese Anleitung richtet sich an Fortgeschrittene, die VirtualBox auf Linux Mint einrichten wollen.
Voraussetzungen
- Ein installiertes Linux Mint 22.3 (Cinnamon, MATE oder Xfce Edition auf 64-Bit-Architektur).
- Ein Benutzerkonto mit administrativen Rechten (
sudo).
Schritt 1: Vorhandene VirtualBox-Module entfernen
Wenn vorherige Installationsversuche oder Paket-Upgrades unvollständige Treibermodule hinterlassen haben, können diese Konflikte verursachen. Vorhandene VirtualBox-Module lassen sich über die Paketverwaltung bereinigen:
sudo apt purge virtualbox-dkmsSchritt 2: GRUB-Startparameter anpassen
Um Konflikte mit der Virtualisierung zu vermeiden, können die GRUB-Startparameter angepasst werden, beispielsweise durch Setzen des Parameters kvm.enable_virt_at_load=0.
Schritt 3: KVM-Module deaktivieren
Zusätzlich empfiehlt sich das Deaktivieren der KVM-Module im Kernel, beispielsweise über das Blacklisting von kvm, kvm_intel oder kvm_amd.
Schritt 4: System neu starten
Damit die geänderten Kernel- und Modul-Einstellungen wirksam werden, muss das Betriebssystem neu gestartet werden.
sudo rebootAnschließend kann VirtualBox über die Anwendungsverwaltung oder das Installationspaket von Oracle eingerichtet werden.
Fazit
Durch das Bereinigen alter Module und das Konfigurieren der KVM-Parameter lässt sich VirtualBox auf Linux Mint 22.3 lauffähig machen. Als performante Alternative bietet sich zudem der direkte Umstieg auf eine KVM-basierte Virtualisierungslösung an.
Quellen: Forum: Computerbase.de, de.wikipedia.org, computerbase.de


